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Angebote für Ältere immer begehrter

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Heimleiterin Giselind Müller (2.v.r.) zeigte dem Sozialausschuss die Einrichtung mit ihren zwei Häusern. Sigrid Fischer (v.l.), Silvia Böker, Christian Sasse und Rainer Moser zeigten sich beeindruckt.

Osterburg. Der demografische Wandel macht vor der Einheitsgemeinde Osterburg keinen Bogen. Von den 10741 Einwohnern sind derzeit rund 3200 über 65 Jahre.

„Älter werden ist nicht schwer, alt sein hingegen sehr“, formulierte es Sigrid Fischer (Die Linke), die den Sozialausschuss am Mittwochabend leitete. Die Kommunalpolitiker setzten sich intensiv mit dem Thema auseinander und hatten dafür bewust das Osterburger DRK-Altenpflegeheim als Tagungsort gewählt.

Leiterin Giselind Müller unterstrich während eines Rundgangs, dass die Pflege von älteren Menschen vielschichtig sei. So habe sie und ihre Mitarbeiter gute Erfahrung mit Yoga gemacht. Dies wird für die Bewohner regelmäßig angeboten und steigert die Beweglichkeit. „Jeder bekommt die Hilfe, die er benötigt“, verwies Leiterin Müller auf das Ziel, trotz des Kostendrucks auch möglichst viel für die älteren Menschen zu bieten.

Dazu zählen zum Beispiel auf den ersten Blick normal wirkende Dinge wie der Besuch des Osterburger Wochenmarktes. Doch nicht alle Bewohner schaffen den Weg vom Weinberg bis zur Innenstadt. Darum bietet die Einrichtung einen Fahrservice. Diese Möglichkeit ist für viele auch wichtig, um die Beziehung zur Heimat zu behalten. Auch wenn das Heim das vertraute Zuhause nicht komplett ersetzen kann, wird versucht, eine vertraute Umgebung zu schaffen. Einige Möbel können mitgebracht werden und es gibt sogar ein Raucherzimmer. Außerdem wurde ein Flur im Fachwerkstil, der in der Altmark oft zu finden ist, gestaltet.

Zum Altenpflegeheim zählt auch ein parkähnliches Gelände sowie speziell für Ältere ausgerichtete Wohnungen. Diese werden ganz normal gemietet. Wer möchte kann dort komplett ungestört leben oder Angebote wie Reinigung sowie Freizeitmöglichkeiten des Heims nutzen. Der Bedarf nach solchen Domizilen für den letzten Lebensabschnitt ist groß. Wie Giselind Müller erklärte, gibt es für alle Bereiche Wartelisten.

Diese Entwicklung wird sich in Zukunft wohl fortsetzen. So hat zum Beispiel die städtische Wohnungsgesellschaft darauf reagiert und lässt derzeit in einem alten Gebäude seniorengerechte Wohnungen ausbauen (AZ berichtete). Doch diese sind bereits vor der Fertigstellung vergeben.

Von Christian Ziems

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