Bürgermeister verständigen sich über Strategien für mehr Tourismus / Neuer Zweckverband geplant

Die Altmark soll attraktiver werden

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Das Osterburger Biesebad ist eines der wenigen erhaltenen Flussbäder in Europa und eine der touristischen Hauptattraktionen der Hansestadt. Im vergangenen Jahr feierte es sein 125-jähriges Jubiläum.

Osterburg. Vorgestern haben sich in Arendsee alle hauptamtlich arbeitenden Bürgermeister der Altmark über die Zukunft der Regionalentwicklung und des Tourismus in der gesamten Region ausgetauscht. Beide altmärkische Kreise fordern die Etablierung eines Zweckverbandes.

Ziel der neu zu schaffenden Organisation ist es nicht zuletzt, die Kräfte im Bereich des Tourismus in der Region zu bündeln.

Osterburgs Ortsbürgermeister, Klaus-Peter Gose, selbst nicht bei dem Treffen anwesend, sieht die Initiative positiv: „Es ist wichtig, dass die Bürgermeister alle mit einer Stimme sprechen. Nur so kann sich etwas bewegen.“ Für seine Stadt wünscht sich der Ortsbürgermeister, dass man sich im Bereich des Tourismus auf seine Stärken konzentriert. „Wenn Touristen aus der Großstadt hierher kommen, wollen sie Natur erleben. In Osterburg gibt es einige touristische Leuchttürme. Das Biesebad, eines der ganz wenigen Flussbäder in Europa, ist hier zu nennen. Auch die Sportschule oder das Pferdesportzentrum Krumke locken Menschen von außerhalb hierher.“ Generell vertritt Gose die Auffassung, dass man das Vorhandene bewahren solle, um auch künftig für Touristen möglichst attraktiv zu sein. „Wenn man ganz ehrlich ist, ist es vor allem die Natur, die Touristen hierher lockt.“ Für kontraproduktiv in Sachen Tourismus hält der Ortsbürgermeister die zahlreichen Windkrafträder in der Region. Um Osterburg auch für Touristen und als Naherholungsgebiet attraktiver zu machen, macht Klaus-Peter Gose sich für einen Ausbau der Radwege stark. „Hier besteht Handlungsbedarf und ein größeres Netz an Radwegen wäre eine sinnvolle Sache“.

Das Treffen der hauptamtlichen Bürgermeister in Arendsee führten im Ergebnis zu mehreren Maßnahmen, mit denen der Tourismus gefördert werden soll: Die ersten drei Punkte sind die Etablierung eines umfassenden Regionalmarketings, die Förderung der Attraktivität der Altmark nach innen und außen sowie die Koordinierung und Bündelung der Aktivitäten im Tourismus, Handel, Handwerk und anderen Dienstleistern sowie zwischen Vereinen, Verbänden und kommunalen Einrichtungen.

Darüber hinaus wurde vereinbart, die Infrastruktur zu verbessern sowie weitere konkrete Projekte und Veranstaltungen in Angriff zu nehmen, die sich mit dem Thema Tourismus beschäftigen. Außerdem soll eine Geschäftsstelle für den Förderverein zur Entwicklung der Region Altmark eingerichtet werden. Die Bürgermeister und Landräte haben den Einsatz einer Arbeitsgruppe vereinbart, die sich um weitere satzungsrechtliche Fragen, wie zum Beispiel Stimmverteilung, Finanzierung sowie den möglichen Sitz kümmert und für die Stadt- und Gemeinderäte sowie die Kreistage eine Beschlussvorlage erarbeitet. Ziel ist es, die Gründung des Zweckverbandes noch 2018 zu ermöglichen. Die beiden altmärkischen Landkreise haben darüber hinaus festgelegt, dass die Aufgabe der Tourismusentwicklung, neben dem Regionalmarketing, übergangsweise in der Regionalen Planungsgemeinschaft Altmark (REPLA) verantwortet wird.

Dachmarke für beide Aufgaben bleibt aber weiterhin die durch die Europäische Union geförderte Plattform „Die Altmark – Grüne Wiese mit Zukunft“.

Von Tobias Henke

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