Ordnungsausschuss votiert einstimmig gegen Abschaffung / Mögliche Abhilfe durch zusätzliche Container

Altkleider-Container in Osterburg sollen bleiben

+
Die Verschmutzung rund um die Altkleider-Container beschäftigte den Osterburger Ordnungsausschuss.

Osterburg – Der Ärger ist nicht neu, sondern vielerorts ein lästiges Dauerthema. So auch in Osterburg. Spätestens wenn Entsorgungscontainer bis zum Rand mit Kleidung gefüllt sind, gleicht ihre Umgebung einem Deponiegelände. Aber längst nicht nur dann.

Oftmals werden die Stellflächen ganz bewusst zur bequemen und kostenfreien Entsorgung von Haus- und Sperrmüll missbraucht. Für Osterburgs Ordnungsamtsleiter Matthias Frank „ein Phänomen, weil es einige Bürger mit der Sauberkeit einfach nicht so genau nehmen“. Den immer wieder von unterschiedlichen Seiten geäußerten Unmut nahm die biesestädtische Verwaltung jetzt auf, um die kommunalpolitische Position abzufragen – den Stadtrat über „die Abschaffung der aufgestellten Altkleider-Sammelcontainer im Stadtgebiet Osterburg“ diskutieren und abstimmen zu lassen (AZ berichtete). Zwar bringt die Verwaltung den entsprechenden Antrag ein. Eine Empfehlung an die Stadträte gibt sie jedoch nicht ab.

Dienstagabend stand das Thema auf der Tagesordnung des Ausschusses für Finanzen und Ordnungsangelegenheiten. Einführend zeigte sich Frank hier überzeugt, mit den Containern sei das Problem „nicht zu lösen“. Das sei darin begründet, dass die Hilfsorganisationen oder privaten Recyclingfirmen nach der Vollmeldung eine gewisse Reaktionszeit zur Leerung benötigen. Die Wenigsten, die dann aber vor einem vollen Container stehen, würden ihre Altkleider wieder mitnehmen.

Deshalb könne es nur darum gehen, die Altkleider-Container abzuschaffen oder eben mit den Konsequenzen zu leben. Zugleich erklärte der Amtsleiter, dass die „Sammlungen im Grundsatz zu begrüßen“ seien und das Verwertungsthema „aktueller denn je“ sei. In der anschließenden Diskussion sprachen sich die Ausschussmitglieder fraktionsübergreifend gegen eine Abschaffung aus und votierten letztlich – wie schon Osterburgs Ortschaftsrat – einstimmig dagegen. Eine Abschaffung der Container würde das Problem nur verlagern – an andere Stellen der Biesestadt sowie in die Ortsteile, so die einhellig geäußerte Überzeugung. Als mögliche Abhilfe wurde das Gespräch mit den Verwertern angeregt, zumindest an einigen Stellen die Aufnahmekapazität durch zusätzliche Container zu erhöhen.

Nach dem Ausschuss für Finanzen und Ordnungsangelegenheiten wird der Antrag nun im Hauptausschuss (26. November) sowie abschließend im Stadtrat (3. Dezember) behandelt.  fs

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare