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Alte Stadtsubstanz bewahren

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Um Lücken im Stadtkern zu verhindern, sollen marode Objekte wie das Monsator-Gebäude gesichert werden. Ein Innenausbau ist aber derzeit nicht vorgesehen. © Ziems

Osterburg. Rund 600 000 Euro – mit diesem Geld möchte die Einheitsgemeinde Objekte in der Innenstadt für die Nachwelt bewahren. Dabei geht es um die Häuser am Großen Markt 11, 14 und 15 sowie das Monsator-Gebäude an der Breiten Straße.

Alle Bauwerke gehören der Stadt und sind nicht nicht gerade in einem vorzeigbaren Zustand. Um dies zu ändern, fließen nun Gelder aus der Städtebausanierung. Mit dem Beschluss des Haushaltes 2012 können einige Wünsche in die Tat umgesetzt werden.

Allerdings geht es in erster Linie darum, den Abriss und damit unschöne Lücken in der Innenstadt zu vermeiden. Wie Bauamtsleiterin Antje Spillner auf Nachfrage der Altmark-Zeitung erklärte, laufen derzeit die Ausschreibungen. Besonders viel zu tun bleibt am so genannten Monsator-Gebäude. Dort befand sich einst eine Fleischerei und später wurden dort Haushaltsgeräte repariert. Doch das Gebäude zerfällt seit etlichen Jahren immer mehr, inzwischen regnet es an vielen Stellen durch. Darum steht vor allem das Dach im Mittelpunkt. Denn die Lehmwände leiden unter der Feuchtigkeit und auch die Fassade ist sehr unansehnlich.

Im Innenbereich wird aber zunächst nichts getan. Denn es geht bei der Städtebausanierung um die Sicherung der Gebäude. Damit will sich die Einheitsgemeine die Möglichkeit erhalten, die Objekte vielleicht irgendwann zu verkaufen und das jetzige Stadtbild zu erhalten.

Zu den Häusern, in die investiert werden soll, zählt auch das Gebäude, in dem sich bis vor ein paar Monaten die Stadtinformation befand. Im hinteren Bereich befindet sich die Musikmarkthalle. Für dieses Objekt wurde von Kommunalpolitikern ein Konzept zur Weiterentwicklung gefordert. Denn bisher wird dieser Gebäudeabschnitt in unregelmäßigen Abständen für verschiedene Veranstaltungen von Tierzüchtern sowie Konzerte genutzt. Doch mit der ebenfalls vorgesehenen Umgestaltung des Eingangs- sowie Hofbereiches der angrenzenden Bibliothek, die aus anderen Fördertöpfen bezahlt werden soll, eröffnen sich neue Möglichkeiten. So gibt es beispielsweise die Idee, eine öffentliche Toilette zu errichten, die auch von der Musikmarkthalle aus erreichbar ist. Bisher müssen bei Veranstaltungen mobile Container aufgestellt werden.

Von Christian Ziems

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