Kartensammler Lothar Müller und Zeichner Eugen Gliege zeigen Osterburgs Geschichte und Geschichten

Alte Ansichten sagenhaft druckfrisch

+
Eine Zeitreise: Eine kolorierte Ansichtskarte vom Großen Markt in Osterburg, Anfang der 1920er-Jahre. 

Osterburg. „Diese Stadt ist reich an historischen Orten und natürlich auch Sagen. “ Eugen Gliege, ein renommierter Presse- und Comiczeichner, gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn es um Osterburg geht.

Eugen Gliege

Die Sage von den ränkelustigen Seehäusern, die den Osterburgern mit einem Bären, der eigentlich ein Ochse war, einen Heidenschrecken eingejagt haben sollen, sei ein kleiner Schatz, einer von mehreren. Für „Osterburg auf alten Ansichtskarten“ hat sich der Brandenburger mit dem Biesestädter Lothar Müller zusammengetan. Das Buch ist dieser Tage erschienen und biete Geschichte und Geschichten über Kirchen, ausgewählte Straßen und Vereine, eben alles, was das mehr als 850 Jahre alte Osterburg so ausmache. „Ein Zeichner und der Sammler von Ansichtspostkarten, wir haben uns gesucht und vor gut eineinhalb Jahren gefunden“, erinnert sich Gliege im Gespräch mit der AZ.

Lothar Müller

Müller, seit Kurzem Rentner, hatte seinen Stand damals auf einem Markt in Büttnershof aufgebaut. Seine Sammlung umfasse einige Hundert Karten. In Osterburg ist der frühere Kriminalbeamte und spätere Mitarbeiter der Lebenshilfe inzwischen regelmäßig als Stadtführer für Gäste unterwegs. „Er hat viel zu erzählen.“ Gliege will sich von ihm heute Osterburg weiter zeigen lassen und auch im Kreismuseum möchte er vorbeischauen. „Ich bin schon gespannt.“ Ein nächstes Projekt soll sich um den Altkreis Osterburg drehen.

Das frisch erschienene Buch.

Das aktuelle Werk „Osterburg auf alten Ansichtskarten“ wird am 18. März, einem Sonntag, ab 15 Uhr im Café Behrends näher vorgestellt. Das Buch umfasst mehr als 100 Seiten, auf jedem Blatt sind mindestens zwei Karten abgebildet. Gliege hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, unter anderem über Stendal und Arendsee. So gut wie immer suche er dabei den Schulterschluss mit Geschichtsinteressierten vor Ort. „Ein Stück des Erfolgsrezepts.“

Von Marco Hertzfeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare