Alphorn erklang an der Elbe

Hartmut Wunsch und seine Frau lasen in der Salzkirche.

WERBEN. Die Kirchen in Werben öffneten am Wochenende für Literatur- und Alphornliebhaber ihre Pforten. Die Besucher hatten zunächst die Möglichkeit, in der Salzkirche einer Lesung zu lauschen. Anschließend gingen sie gemeinsam in die Johanniskirche. Dort wartete bereits ein Alphorn. Und: Mutige Gäste nutzten die Gelegenheit und probierten sich an dem großen Musikinstrument. Von Walter Schaffer

In der Salzkirche zu Werben, wo im Moment die Ausstellung des Künstlers Christian Ulrich zu sehen ist, trafen sich am Sonnabend an Literatur und bildender Kunst interessierte Besucher zu einer Lesung.

Nach der Begrüßung durch Klaus Kirstein gab Ingrid Bahß das Wort an Hartmut Wunsch und seine Frau Tüddel, die aus Bergisch-Gladbach mit handverlesener Literatur an die Elbe gereist waren. Vorwiegend Werke von Theodor Storm, Werner Held und Wolfgang Borchert brachten die beiden mit Standortwechsel in der Salzkirche zu Gehör. Anschließend begaben sich alle in die große Johanniskirche. Dort wartete ein besonderer musikalischer Leckerbissen auf die Zuhörer. Der ausgebildete Orchestermusiker und jetzt freischaffende Musiker Manfred Maurischat aus Bad Salz-uflen hatte sein Alphorn mitgebracht, stellte dieses in einer locker verschmitzten Art vor und gab mehrere Proben seines Könnens.

Alle waren von der Klangfülle dieses Schweizer Nationalsymbols überrascht. Der lange Nachhall in der Kirche vermittelte den Eindruck, als sei man in den Alpen und höre diesem eigenwilligen Blasinstrument zu. Mehrere Zugaben, bei denen kirchliche und weltliche Weisen vorgestellt wurden, machten den Musiker immer sympathischer.

Nach dem offiziellen Teil fanden sich noch viele Besucher mit ihren Fragen zum Musiker und seinem Instrument ein. Unter den interessierten Gästen war auch Werner Haberlandt aus Letzlingen. Er war extra mit seiner Frau nach Werben gekommen, um dem Konzert zu lauschen. Als Leiter einer Jagdhornbläsergruppe versuchte er sich spontan an dem Alphorn und hatte danach den Beifall der Anwesenden und des „Profis“ auf seiner Seite.

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