Partei nominiert Amtsinhaber für die Bürgermeisterwahl im Juni / 44-Jähriger schämt sich für Bahnhof und sieht weitere Baustellen

Alle neune: CDU stärkt Schulz für Urnengang Rücken

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Blumen für Nico Schulz. Zur Nominierung der CDU gratulieren Köberle (l.) und Schulenburg.

Osterburg. Nico Schulz hat den Rückenwind seiner Partei für die Bürgermeisterwahl am 3. Juni. Neun von neun Christdemokraten haben für eine erneute Kandidatur des Amtsinhabers gestimmt. Mehr eine Formsache, entsprechend überschaubar blieb die Runde im Gasthof „Zum Kanzler“.

Der Osterburger Ortsverband der CDU mit Matthias Köberle an der Spitze zählt insgesamt 25 Mitglieder. Auch Landtagsabgeordneter Chris Schulenburg aus Sandau gratulierte. Schulz, der 2011 das Zepter in der Einheitsgemeinde übernahm, hatte frühzeitig seinen Hut in den Ring geworfen. Der 44-Jährige will seinen Stuhl im Rathaus nicht räumen und strebt eine zweite siebenjährige Amtszeit an. Der Wahlskandal um die CDU in der Kreisstadt Stendal 2014 und die Folgen spielten an diesem Abend keine Rolle. Für Schulz und Mitstreiter scheint das Thema wieder weit weg.

Der Familienvater und CDU-Primus im Osterburger Rathaus rückt zwei größere Gebäude ins Blickfeld. Die nicht zuletzt für die Kernstadt so wichtige Linden-Sporthalle soll konzeptionell und räumlich aufgewertet werden. Und mit dem Zustand des ausrangierten Bahnhofs einige Hundert Meter weiter will sich der Bürgermeister nicht mehr einfach so abfinden, nur weil dieser sich in privater Hand befindet. „Es handelt sich um ein das Stadtbild prägendes Objekt. Es sieht auch für Touristen beschämend aus, wenn sie zu uns reisen oder auch nur daran vorbeifahren.“ Unschön präsentierten sich auch der Busbahnhof daneben und weitere Flächen. Dort hat nicht zuletzt die Stadt selbst das Sagen.

Das frühere Landtagsmitglied sieht seine Heimatstadt auf einem richtigen Weg. Die Kommune habe in den vergangenen Jahren in etlichen Bereichen punkten können: ausgeglichener Haushalt, kulturelle Vielfalt, geordnete Verkehrsführung, starke Feuerwehr, günstige Kita-Gebühren, sanierter Stadtkern ... Außerdem: Das überregionale Interesse an Osterburg sei gewachsen.

Diese Herausforderer sind bisher bekannt: Lothar Zahn (parteilos) und Sandra Matzat (AfD).

Von Marco Hertzfeld

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