Schülerferienticket 2014: Alexandra Fabich (16) fiebert Finale am 24. Januar entgegen

Mit Klopfen und Gesang zum Sieg

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Alexandra Fabich posiert inmitten einer Palme im heimischen Wohnzimmer. Schließlich soll es beim Finale des Model-Wettbewerbs auch sommerlich zugehen. Das Outfit steht bereits.

Osterburg. Nervosität liegt im Wohnzimmer von Familie Fabich in der Luft. Alexandra wuselt nervös durch den Raum. Die Nervosität hat einen triftigen Grund. In wenigen Tagen, genauer am 24. Januar, geht das Finale des Wettbewerbs der Gesellschaft für Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) über die Bühne.

In der Magdeburger Johanniskirche entscheidet sich dann, wer dem Schülerferienticket 2014 ein Gesicht geben wird. Die 16-Jährige gehört zu den 20 Finalisten (die AZ berichtete). Insgesamt bewarben sich mehr als 2000 Jugendliche bei der NASA.

„Eigentlich war das alles nur als Spaß gedacht“, schmunzelt die Biesestädterin. Im vergangenen Sommer wirkte sie in einem Musical während des Stendaler Rolandfestes mit, denn in ihrer Freizeit ist sie am Theater der Altmark (TdA) aktiv. Von der Bühne aus erblickte sie den Stand des Personenbeförderers. Fabich und einige ihrer Bühnen-Kollegen fragten spontan ihren Theaterpädagogen, ob sie sich dort umsehen dürften. Gesagt, getan. So kam es auch, dass die Gymnasiastin auf ihrem Bewerbungsfoto in einem Kostüm zu sehen war. Und weil die ganze Aktion aus Spaß stattfand, dachte sie bald schon gar nicht mehr daran.

Gute drei Monate später erhielt sie einen Anruf und fiel vor Glück aus allen Wolken. Die NASA war am anderen Ende der Leitung und teilte ihr mit, dass sie zu den 20 Finalisten gehöre. Die Freude war groß, schnell hatte sich die gute Nachricht in ihrem Freundeskreis rumgesprochen. „Ich bin echt glücklich, dass ich im Finale bin. Aber jetzt kann es auch endlich losgehen, ich bin schon jetzt so aufgeregt“, freut sie sich.

Ein erstes Treffen unter den Finalisten gab es bereits Anfang November in einem Spaßbad in Magdeburg. Dort wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt und es galt, einige spaßige Disziplinen zu bewältigen. So tauchten sie nach Ringen, schwammen um die Wette oder schauten, wer denn am schönsten die Wasserrutsche hinunter kam. Vor allem aber diente das Treffen dem Kennenlernen. In einem sozialen Netzwerk halten die Finalisten immer noch regen Kontakt, tauschen sich über ihre Kleidung für den großen Auftritt in Magdeburg aus. „Da verrate ich allerdings noch nicht zu viel in der Gruppe“, meinte Fabich im Gespräch mit der AZ. Natürlich steht schon ganz genau fest, was sie an diesem Abend trägt. Ein Kleid soll es sein, in Türkis und kurz. Schließlich soll die Garderobe sommerlich sein. Über Haare und Make-Up braucht sich die 16-Jährige keine Gedanken machen. „Dort gibt es ein richtiges Profi-Styling“, freut sie sich bereits und hofft aber doch, dass sie wenigstens ein wenig Mitspracherecht bei der Frisurenwahl hat.

Übrigens muss sich jeder der zehn weiblichen und der zehn männlichen Finalisten in der Johanniskirche präsentieren. Eine Minute haben die Jugendlichen dafür Zeit. Verwundert ist Fabich schon ein wenig, dass von 20 Teilnehmern dann doch immerhin 16 singen wollen. „Obwohl ich ja auch singen werde.“ Allerdings hat sie sich eine völlig anderen Rahmen ausgesucht. Die Biesestädterin tritt mit drei Freundinnen und ihrem Freund auf. Gemeinsam präsentieren sie den „Cup Song“ von „Pitch Perfect“. Mit Bechern ausgerüstet werden sie auf die Bühne treten und eben mit diesem für die akustische Umrahmung von Fabichs Gesang sorgen. Dafür proben die fünf Freunde bereits fleißig.

Die Gymnasiastin zählt nebenbei die Tage und hofft auf einen erfolgreichen Ausgang des Wettbewerbs. Drei bis fünf Modelle sollen das Ticket zieren.

Von Berit Wagner

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