Reinigung der Gullis bemängelt

Abwasser im Bauernteich entdeckt: Bürgermeister Schulz informiert Meseberger Einwohner

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Im Dorfgemeinschaftshaus in Meseberg fanden sich am Donnerstag mehrere Bürger ein, um mit Osterburgs Bürgermeister ins Gespräch zu kommen und sich informieren zu lassen.

Meseberg – Ein gutes Dutzend Meseberger Bürger versammelte sich am Mittwochabend im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus. Osterburgs Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz hatte zur Einwohnerversammlung eingeladen und die eine oder andere Neuigkeit im Gepäck.

Auch Tanja Köhnke, Regionalbereichsbeamtin bei der Polizei Osterburg, Mesebergs Ortsbürgermeisterin Helga Beckmann und Edeltraud Heymann, stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes nahmen an der Versammlung teil.

„Eine durch den Wasserverband Stendal-Osterburg vorgenommene Probe aus dem Bauernteich hat ergeben, dass Abwasser in das Gewässer eingeleitet wird. Das kann natürlich nicht so bleiben“, so Schulz. Die damit einhergehende Geruchsbelästigung war im Oktober zuletzt bei einer Begehung durch den Meseberger Ortschaftsrat das beherrschende Thema gewesen (die AZ berichtete). Die Ursachenforschung hierzu laufe.

Köhnke informierte die Anwesenden über das Kriminalitätsgeschehen. „Entweder es passiert wirklich nichts oder es wird niemand angezeigt“, so die Beamtin, die außerdem betonte, dass Meseberg kein Kriminalitätsschwerpunkt sei. Was das Verkehrsgeschehen angeht, wies Köhnke die Meseberger auf zwei Aspekte hin. Zum einen hätten vorgenommene Geschwindigkeitsmessungen ergeben, dass nur wenige Fahrer zu schnell unterwegs seien. Darüber hinaus gehe es derzeit vermehrt Probleme mit Fahrzeugen, die auf Gehwegen parken. Dies könnten die Bürger unter sich regeln, in dem sie sich gegenseitig auf Fehlverhalten hinwiesen. Wenn es keine Einsicht gäbe, sei es aber sinnvoll, das Ordnungsamt zu informieren.

Mit Blick auf die hohe Zahl der Wildunfälle auf der Strecke zwischen Meseberg und Osterburg fragte ein Bürger nach, ob die entlang der Strecke teilweiser aufgestellten blauen Reflektoren etwas bringen würden. „Sie sollen die Wildtiere blenden und verscheuchen. Die Statistik sagt, dass es was bringt. Vielleicht suchen sich die Tiere nun andere Stellen, um die Straße zu überqueren“, so die Regionalbereichsbeamtin.

Mängel gibt es nach Ansicht einiger Anwohner bei der Straßenbeleuchtung, da manche Straßen in der Ortschaft stockdunkel seien. Schulz sagte, er wolle sich der Thematik annehmen, sah jedoch eine Schwierigkeit. „Auch bei der Beleuchtung werden Straßenausbaubeiträge fällig“. Schulz hofft, dass auch in Sachsen-Anhalt der Weg frei ist, um die Beiträge abzuschaffen. Schließlich habe sich auch die CDU im Landtag dafür ausgesprochen, sie abzuschaffen. Nicht zuletzt auf Druck aus der Zivilgesellschaft. „Da brauchte es eine Unterschriftenliste mit 30000 Unterzeichnern, um Druck zu machen“.

Nicht zufrieden zeigten sich mehrere Bürger mit der Reinigung der Gullis in der Ortschaft, darunter auch Matthias Lenz, für die CDU im Osterburger Stadtrat aktiv und Vorsitzender des Bauausschusses ist. „Bei einem Gulli bin ich mir nicht mal sicher, ob der richtig angeschlossen ist“. Dieser solle nun gespült werden, um der Frage auf den Grund zu gehen.

Angesprochen auf die Frequenz der Reinigung aller Gullis meinte Schulz, dies würde zweimal im Jahr geschehen. Allerdings wollte er sich hier noch genau vergewissern, ob dies auch zutreffe. Die einhellige Meinung der Bürger war, dass diese Frequenz ausreichen würde. Ortsbürgermeisterin Beckmann sprach ein an mehreren Stellen in der Ortschaft vorliegendes Müllproblem an. Sie wünschte sich, dass Mitbürger im Fall der Fälle auf ihr Fehlverhalten hingewiesen würden.

VON TOBIAS HENKE

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