Erster Spatenstich noch im Frühjahr / Bau kostet fast 23 Millionen Euro

Abrissbirne schafft Platz für neue Kinderpsychiatrie

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Platz für eine Großinvestition: Die alten Gebäude wurden abgerissen. Sind alle Trümmer beseitigt, können die Arbeiten an der neuen Kinder- und Jugendpsychiatrie des Fachklinikums Uchtspringe beginnen. In zwei Jahren soll der Neubau bezugsfertig sein.

Uchtspringe. Die Abrissbirne hat ganze Arbeit geleistet. Das Fachklinikum ist im wahrsten Sinne des Wortes im Umbruch. Gleich drei Gebäude mussten in Uchtspringe weichen. Große Bereiche an der Stendaler Straße ähneln einem Trümmerfeld.

Auf dem annähernd 12 000 Quadratmeter großen Areal entsteht in den kommenden zwei Jahren ein moderner zweigeschossiger Komplex zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen. Es fließen Fördermittel in Höhe von 22,8 Millionen Euro. „Der symbolische erste Spatenstich wird noch im Frühjahr vollzogen“, so Franka Petzke, Sprecherin der Salus, der landeseigenen Trägergesellschaft.

Die neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie soll zu spürbar besseren Behandlungsbedingungen beitragen. Fachleute rechnen ob eines sogenannten Demografie-Checks hinsichtlich der Kapazität mit einem konstanten bis leicht erhöhten Bedarf. Zudem würden in Uchtspringe therapeutische Spezialisierungen angeboten, die überregional Zuspruch finden. Petzke: „Dazu gehört zum Beispiel die kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung von geistig und mehrfach behinderten, hörgeschädigten, von psychosomatisch kranken sowie suchtgefährdeten und suchtkranken Mädchen und Jungen.“ Geplant sind sechs Stationen mit insgesamt 68 Therapieplätzen. Nach deren Inbetriebnahme soll in einem zweiten Bauabschnitt das mehr als 110-jährige Haus 48 umgebaut und saniert werden, um dort die Uchtspringer Klinikschule einzurichten.

Die drei besagten Gebäude haben dem Neuen Platz gemacht. Sie waren als Pädagogisch-Psychiatrisches Zentrum (PPZ), als Appartementhaus für behinderte Menschen und als Ambulanz genutzt worden. Die Bewohner des Heimverbundes sind inzwischen in das sanierte Haus 111 umgezogen, die Ambulanz ins Haus 9. Die Kinder und Jugendlichen des PPZ haben Anfang 2015 im Haus 12 ein neues Domizil gefunden. Die frühere Klinik für Neurologie wurde extra für diesen Zweck umgebaut.

Von Marco Hertzfeld

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