Osterburgs Brandschützer manövrieren bei THW-Jahresübung in Klietz Messfahrzeug und sorgen für Wasser

ABC-Erkunder sehen „heißes Eichhörnchen“

Osterburger Brandschützer bereiten sich vor. Fotos: Feuerwehr
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Die Osterburger Brandschützer bereiten sich vor. 

tz Osterburg. Starke Hitze über mehrere Wochen in Nord- und Mitteldeutschland, die Wälder sind stark ausgetrocknet. Im Bereich des Truppenübungsplatzes der Bundeswehr in Klietz breitet sich seit Tagen ein Heide- und Waldbrand aus und nähert sich angrenzenden Ortschaften.

Feuerwehren kämpfen gegen die Flammen und fordern Unterstützung durch das Technische Hilfswerk (THW) an. „Ein solches Szenario ist in Deutschland und in unserer Region durchaus denkbar“, meint Stadtwehrleiter Sven Engel. 14 Kameraden der Osterburger Feuerwehr, einschließlich der Ortsfeuerwehren, haben mit zwei Fahrzeugen an der Jahresübung des THW „Hot Squirrel 2017“ in Klietz teilgenommen. Hot Squirrel heiß so viel wie „Heißes Eichhörnchen“. Parallel dazu fand in der Biesestadt der Lehrgang „Truppführer“ des Landkreises Stendal statt.

Einsatzkräfte nehmen in Klietz Wasser- und Bodenproben.

„Gemeinsam wurden in Klietz unter anderem die Wasserförderung über eine lange Wegstrecke im Rahmen der Brandbekämpfung und Messfahrten samt Dekontamination im C-Einsatz geübt.“ Osterburger und Seehäuser Kameraden waren an der Übergabestelle des Löschwassers aus THW-Leitungen in die Schlauchleitungen der Feuerwehr eingesetzt. Das THW förderte mit speziellen Hochleistungspumpen das Wasser aus einem See in mobile Auffangbecken. Aus diesen Becken pumpten altmärkische Brandschützer über mehrere Schlauchstrecken das Wasser zum angenommenen Brand.

Zeitgleich wurden die beiden ABC-Erkundungsfahrzeuge der Feuerwehren Osterburg und Stendal mit den ABC-Einheiten des DRK Berlin zu flächendeckenden Schadstoffmessungen des Brandrauches eingesetzt. Engel: „Hier galt es nach Aufbau eines Dekontaminationsplatzes Wasser-, Boden- und Bewuchsproben nach einem längeren Fußmarsch unter Schutzanzügen aufzunehmen.“ Die Übung im Landkreis Stendal begann um 7 Uhr und war gegen 16 Uhr beendet.

Im Ernstfall können Bergungs- und Räumgruppen die Feuerwehr direkt unterstützen. An der Übung waren mehrere THW-Gruppen aus Berlin, das THW Stendal, Landkreis- und Bundeswehrfeuerwehr, Kräfte der CBRN-Einheiten des DRK Berlin und des Arbeiter-Samariter-Bundes beteiligt. CBRN im Englischen steht für ABC, den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren.

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