Die letzte Zahl ist noch offen / Landfragen klären

2000 Hektar überarbeitet

Die Teilnehmergemeinschaft um Dirk Zeidler (r.) hatte gestern zur Übergabe der abgearbeiteten Maßnahmen an die Verbandsgemeinde eingeladen. Rund vier Millionen Euro wurden ausgegeben. Foto: J. Gerber

Rochau. An einem großen Feldstein, mit Wappen und Inschrift, begrüßte Dirk Zeidler gestern Vertreter des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF), der Verbandsgemeinde und betroffene Bürger.

Wie der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft sagte, werde es voraussichtlich bis 2014 dauern, bis die letzte Ziffer eingemeißelt werden könne. Bis dahin gehe es unter anderem darum, noch einige offene Landfragen zu klären. Denn alles müsse genau zugeordnet werden.

Gestern aber konnte schon einmal Bilanz gezogen werden. Insgesamt ging es darum 2000 Hektar Verfahrensfläche über die Flurneuordnung neu zu erfassen. Eine „Wahnsinnssumme“ von 535 000 Euro wurde dafür ausgegeben, so Zeidler. Es folgten die Arbeiten so dass am Ende vier Millionen Euro stehen, die in die Gemarkung investiert wurden. Auch wenn es sicher weh tat, so war der Eigenanteil, den die Landeigentümer aufbringen mussten, mit 302 400 Euro relativ gering. 16,9 Kilometer Wege wurden in den zurückliegenden Jahren neu beziehungsweise ausgebaut. 11,9 Kilometer davon in Beton, der Rest mit Asphaltdecke. Ein Kilometer Graben, wichtig für die Ortsentwässerung, wurde gezogen. Weitere Gräben wurden ausgebaut, eine Sohlgleite und ein kleines Wehr gehören ebenfalls dazu. Zwölf Kilometer Hecken als Windschutz, wurden als Ausgleichsmaßnahmen angelegt. Die ersten fünf Jahre dauerten die Planungen, seit 2006 nun wurde gebaut und angelegt und mit der Fertigstellung geht die Pflege und Erhaltung an die Verbandsgemeinde.

Zeidler betonte auch, dass die Teilnehmergemeinschaft gerne noch mehr getan hätte. Der Schinner Weg, beispielsweise, der in einem desolaten Zustand ist. Der aber schneide die kommende A 14 und dort könne nicht gearbeitet werden. Beim Ballerstedter Weg, indes fehlte den Ballerstedtern das nötige „Kleingeld“.

Europäische Union und Gemeinschaftsaufgabe sorgten dafür, dass das ALFF die benötigten Gelder zur Verfügung stellen konnte.

Von Jörg Gerber

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