Eigentumsfragen am Klötzer Tiergehege sind geklärt / Neue Projekte geplant

Zweiter Zugang zum Zoo

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Die Ruhe vor den nächsten Bauabschnitten: Noch können die Wildschweine ganz entspannt herumliegen, aber bald wollen Förderverein und Stadt für die Umsetzung der nächsten Projekte bei der Umgestaltung des Tiergeheges beginnen. 

Klötze. Der Förderverein für das Klötzer Tiergehege ist in seiner Arbeit einen wichtigen Schritt weitergekommen. Das teilte Vorsitzender Lothar Schulze mit.

So hatte er von der Stadt erfahren, dass die Unklarheiten zu den Besitzverhältnissen des Geländes ausgeräumt seien. „Der Ankauf der Flächen ist juristisch geklärt. “ Für den Förderverein bedeutet das weitere Arbeiten. Nach der Sommerpause soll diese in Angriff genommen werden.

Denn neben dem Teich und der Umgestaltung der Volieren besteht durch die geklärte Grundstücksangelegenheit nun auch die Möglichkeit, die Punkte Spielplatz und Streichelgehege noch in diesem Jahr anzuschieben. Weil die Flächen am Eingangsbereich des Tiergeheges bislang kein städtisches Eigentum waren, hatten Stadt und Förderverein zunächst andere Eckpunkte, wie den Teich, ins Visier genommen.

„Wir wollen den Spielplatz und die Vogelvolieren und eventuell noch den Streichelzoo in diesem Jahr fertig bekommen“, kündigte Lothar Schulze an. „Wenn wir das schaffen, ist das wirklich eine gute Sache.“ Die Entscheidung über den Fortgang der Arbeiten liege bei der Stadt, der Förderverein könne nur seine Unterstützung anbieten. Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Verwaltung funktioniere sehr gut, erklärte der Vereinsvorsitzende.

In mehreren Arbeitseinsätzen hatten die Fördervereinsmitglieder und weitere Helfer bei der Umgestaltung des Tiergeheges zunächst den Teich beräumt, mit einem Zaun gesichert und mit neuen Tieren bestückt. Der Elektrozaun, der im vorderen Bereich schon gut funktionierte, soll nun auch auf den hinteren Bereich ausgeweitet werden. Dazu wurden von den Stadtarbeitern Pfosten in die Erde gesetzt, um den Zaun zu ziehen. Denn das Raubwild wie Waschbär und Fuchs hat sich, wie beobachtet wurde, von hinten an die Gelege geschlichen. „Der Waschbär hat schon ein paar Eier geholt, der Fuchs auch schon mal geguckt“, wusste Lothar Schulze. Durch den durchgängigen Zaun soll das verhindert werden, sodass der Nachwuchs von Trauerschwänen und Brautenten in Ruhe aufwachsen kann. „Durch die ordentliche elektrische Anlage ist diese Gefahr nun erst einmal gebannt“, erklärte Schulze.

Inzwischen hat der Verein mithilfe seines Wildtierbeauftragten Horst Kamieth auch einige Nistkästen für das Gehege angeschafft. Unter anderem wurde ein Eulenkasten besorgt, in der Hoffnung, die Eule auf dem Gelände anzusiedeln. Dazu wurden weitere Nistkästen aus stabilen Materialien besorgt, die weiteren Wildvögeln Schutz bieten sollen. „Wir wollen der Vielfalt der Waldvögel die Möglichkeit zum Brüten geben“, informierte Lothar Schulze.

Bereits eingetroffen ist die Sitzgruppe, die vor dem früheren Bärengehege aufgestellt werden soll. Dort möchte der Förderverein eine Picknickmöglichkeit schaffen mit überdachten Bänken und Tischen. „Wenn sich die erste Sitzgruppe bewährt, sollen davon drei Stück aufgebaut werden“, kündigte Schulze an.

Nächstes Ziel ist die Schaffung eines zweiten Zugangs zum Tiergehege, damit die Besucher auch unabhängig von der Gaststätte im früheren Kurhaus das Gelände besuchen können. Er soll in Verlängerung des bestehenden Zugangs von der Schützenstraße aus angelegt werden.

Von Monika Schmidt

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