Entscheidung liegt beim Stadtrat

Zweiter Wertstoffhof für den Bereich Kunrau-Jahrstedt?

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Container für das Laub der öffentlichen Bäume, das wünschen sich nicht nur die Kunrauer. Ob welche aufgestellt werden oder ob ein weiterer Wertstoffhof eingerichtet wird, muss der Stadtrat entscheiden.

Klötze – Nicht nur, aber vor allem in Kunrau, ist das Thema Laubentsorgung in jedem Herbst wieder aktuell. Mancher Ort hat individuelle Lösungen gefunden, andere sehen dabei die Stadt in der Pflicht, das Laub der Straßenbäume zu entsorgen.

Es reiche, wenn die Einwohner das Laub zusammenkehren. Es sei nicht zumutbar, es auch noch abzufahren, so die Meinung beispielsweise in Kunrau.

Die Verwaltung im Klötzer Rathaus sieht das anders. Auf AZ-Anfrage wurde mitgeteilt, dass das Laub entweder über die Biotonne, die neuen Bio-Abfallsäcke oder bei einer Anlieferung im Klötzer Wertstoffhof zu entsorgen ist. In anderen Kommunen werden in den Dörfern große Container für Laub zur Verfügung gestellt oder Bigbags an die Straßenbäume geknotet, in denen die Anwohner das Laub entsorgen können und die von den Kommunen abgeholt werden.

Zumindest für Kunrau könnte eine Containerlösung ebenfalls angestrebt werden, wurde bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung deutlich. Dort informierten die Ortschaftsräte, dass sie sich schon nach den Kosten für Container erkundigt haben und auch schon Verhandlungen mit dem Chef der Deponie führten (wir berichteten).

Soll also in Kunrau ein weiterer Wertstoffhof entstehen? Dem Klötzer Bürgermeister Uwe Bartels ist davon noch nichts bekannt. Die Stadt habe auch in diesem Sinne noch keine Verhandlungen geführt. Wie Uwe Bartels im AZ-Gespräch informierte, sei dafür zunächst ohnehin eine Stadtratsentscheidung nötig. Wenn es der Wunsch der Kommunalpolitiker ist, weitere Wertstoffannahmen in der Einheitsgemeinde einzurichten, würde sich die Verwaltung darum kümmern.

Allerdings sieht der Bürgermeister einige Schwierigkeiten bei diesem Thema. Denn die Container sollten nicht unbeaufsichtigt aufgestellt werden, favorisiert der Bürgermeister. „Es müsste einen Betrieb geben, der das will und wie in Klötze die Entsorgung beaufsichtigt“, betont Uwe Bartels. Eine „ideale Lösung“ zum Thema Laubentsorgung gebe es derzeit in der Einheitsgemeinde nicht. „Wir sind aber offen für Vorschläge“, so der Bürgermeister weiter. Bigbags würden deshalb nicht in der Einheitsgemeinde ausgegeben, weil für das Aufladen der vollen Säcke Technik notwendig ist, die der Stadtwirtschaft in den Orten nicht zur Verfügung steht.

VON MONIKA SCHMIDT

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