Grundstücke und Gebäude stehen im Auktionskatalog

Zwei Bahnhöfe in Kusey und Klötze unterm Hammer

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Rechts der Bahnhofstraße in Klötze steht der ehemalige Kleinbahnhof und ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Für 3000 Euro ist er zu haben.

Klötze / Kusey – Nachdem die Versteigerung der Immobilien der früheren Kreisverwaltung in Klötze und des Kunrauer Kinderheims im Frühjahr ein voller Erfolg war und beide Gebäude neue Besitzer gefunden haben, wird nun für zwei Gebäude in Kusey und Klötze ebenfalls der Versuch gestartet, die Immobilien an den Mann zu bringen.

Preiswert sind sie, denn schon für 2000 und 3000 Euro als Mindestgebot können Interessierte neuer Besitzer werden. Allerdings gilt für beide Gebäude die Einschätzung: „Insgesamt stark sanierungsbedürftiger Zustand.“

Der Bahnhof ist Kusey steht seit Jahren leer. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und kommt nun am 30. August in Leipzig unter den Hammer.

Zur Versteigerung am 30. August in Leipzig kommt zum einen der Kuseyer Bahnhof. Das denkmalgeschützte ehemalige Empfangsgebäude an der Bahnstrecke von Klötze nach Oebisfelde wird seit Jahren nicht mehr genutzt. Zur Immobilie gehören auch der Güterschuppen und ein Nebengelass, das Baujahr ist unbekannt. Auf insgesamt fünf Flurstücke entlang der Bahn verteilen sich die 17 013 Quadratmeter, die zur Versteigerung angeboten werden.

Die Bruttogeschossfläche beträgt 359 Quadratmeter, davon entfallen etwa 273 auf das Empfangsgebäude und den Anbau. Das Gebäude steht leer, es ist laut Auktionskatalog „keine Ausstattung vorhanden“. Dafür sind aber Bauschäden und -mängel sowie Feuchtigkeitsschäden vorhanden. Das erklärt wohl auch den „günstigen“ Preis, denn das Mindestgebot liegt bei 2000 Euro.

Tausend Euro drauflegen muss, wer sich für das zweite Versteigerungsobjekt bei der Auktion interessiert. Für 3000 Euro als Mindestgebot soll der Kleinbahnhof an der Klötzer Bahnhofstraße unter den Hammer kommen. Das Angebot besteht aus zwei getrennt liegenden Grundstücken, eins davon links der Bahnhofstraße an der sogenannten Ladestraße und das andere rund um den Kleinbahnhof rechts der Bahnhofstraße. Die Teilungs- und Vermessungskosten bei einem Verkauf würde der Verkäufer übernehmen. Die Nutzfläche insgesamt beträgt 556 Quadratmeter, davon entfallen 194 Quadratmeter auf das Empfangsgebäude. Insgesamt beträgt die Grundstücksgröße des Angebots 6074 Quadratmeter.

Das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofs sowie die Büro- und Lagerräume sind etwa 1921 gebaut worden. Es gibt in dem Gebäude allerdings keine nutzbaren sanitären Ausstattungen, die einzelnen Räume in dem Gebäude sind zum Teil entkernt. Auch die alte Ofenheizung ist nicht mehr in Betrieb. Die Freiflächen des Grundstücks sind mit Büschen und Bäumen bewachsen und verwildert. Der neue Besitzer müsste also nicht nur Geld in die Sanierung, sondern auch Manneskraft in das Freischneiden der Grundstücke investieren.

VON MONIKA SCHMIDT

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