20 Wohnungen sind bald besser zu erreichen

Zwei Aufzüge für die Wasserfahrt

Der Fünfgeschosser am Ende des Wohngebiets an der Wasserfahrt wird an zwei Aufgängen mit Aufzügen aufgestattet. So können insgesamt 20 Wohnungen besser erreicht werden.
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Der Fünfgeschosser am Ende des Wohngebiets an der Wasserfahrt wird an zwei Aufgängen mit Aufzügen aufgestattet. So können insgesamt 20 Wohnungen besser erreicht werden.

Klötze – Der demografische Wandel in der Region trifft auch die Vermieter von Wohnraum. So werden die Menschen, die in der Altmark wohnen bleiben, immer älter. Die Jüngeren zieht es zu Studium und Arbeit in die Welt hinaus.

Wer durch die Wohngebiete an der Wasserfahrt und im Hegefeld in Klötze geht, dem fällt auf, dass vor allem in den oberen Etagen viele Wohnungen leer stehen. Denn die – zumeist älteren – Mieter nutzen lieber die Möglichkeit, weniger Treppen zu steigen und ziehen in die unteren Etagen.

An den Treppenaufgängen sind die Betonelemente schon ausgebaut.

Für die Wohnungsunternehmen bedeutet das, sich den Gegebenheiten anzupassen. Die Klötzer Wohnungsbaugenossenschaft geht dabei mit gutem Beispiel voran. Derzeit laufen Bauarbeiten an den Eingängen An der Wasserfahrt 59 und 60. Dort werden Fahrstühle eingebaut, die den Mietern das Erreichen ihrer Wohnungen in den beiden Aufgängen erleichtern sollen. Bei der Mitgliederversammlung im Juni hatte Geschäftsführerin Heike Meise den baldigen Beginn der Arbeiten angekündigt. Schon vor einem Jahr waren die Mieter über die Maßnahme informiert worden. Nicht alle waren damit einverstanden, da mit der Aufwertung der Wohnungen auch eine Mieterhöhung verbunden ist. Nun werden insgesamt 20 Wohnungen mit Aufzügen erreichbar sein.

Auf der Hofseite des Neubaublocks an der Wasserfahrt wird derzeit alles für den Aufbau der Aufzugschächte vorbereitet. Sie werden vor den Treppenhäusern der Nummern 59 und 60 errichtet. Die Maßnahme wird mit Fördermitteln aus dem Aufzugsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt umgesetzt. Gefördert werden pro Wohnung Investitionskosten bis zu 10.000 Euro, hatte Heike Meise bei der Mitgliederversammlung informiert. Für das Vorhaben in Klötze wurden Investitionskosten von 22.500 Euro pro Wohnung ermittelt, insgesamt ist eine Ausgabe von 450.000 Euro geplant.

Im Eingangsbereich wird der Gehweg aufgenommen, um Platz für das Gestell der Fahrstühle zu schaffen.

Damit die Aufzugschächte errichtet werden können, müssen die Gehwege vor den Eingängen zurückgebaut werden. Direkt vor den Eingängen werden die Fundamente für die Aufzugschächte errichtet. Dazu müssen die Fugen aus den Außenwandplatten herausgeschnitten werden, bevor diese mit dem Kran abmontiert werden. Anschließend werden neue Betonelemente mit Zugang zum Fahrstuhl montiert. Die beiden Aufzugschächte werden dann vor der Fassade errichtet. Der Ausstieg aus den Aufzügen erfolgt auf den Zwischenpodesten der vorhandenen Treppenaufgänge. Somit werden die Wohnungen trotz Fahrstuhl nicht barrierefrei erreichbar sein, da die halbe Treppe bis zur Wohnung mit Stufen gegangen werden muss. Damit alles hübsch wird, werden zum Abschluss der Arbeiten die Fußbodenflächen den vorhandenen Belägen angepasst und die Wände in den Treppenhäusern farblich angepasst. VON MONIKA SCHMIDT

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