Caravanstellplatz wieder Thema im Klötzer Ortschaftsrat

Zurück bleibt nur der Müll

Der Müll, den die Camper zurücklassen, und die Fäkalien, die nicht ordnungsgemäß entsorgt werden, waren einmal mehr Thema im jüngsten Klötzer Ortschaftsrat.
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Der Müll, den die Camper zurücklassen, und die Fäkalien, die nicht ordnungsgemäß entsorgt werden, waren einmal mehr Thema im jüngsten Klötzer Ortschaftsrat.

Klötze – Zwar ist die Saison vorbei, aber das Klötzer Waldbad und der benachbarte Caravanstellplatz bleiben auch weiter ein Thema in der Stadt. So brachte im Klötzer Ortschaftsrat Christian Gebühr gleich zu beiden Punkten Kritik an.

Er sah die Betreuung des Bades durch die DLRG mehr als kritisch, während diese beispielsweise von den Verantwortlichen aus dem Rathaus ausdrücklich gelobt wurde. Das Klötzer Ortschaftsratsmitglied befürchtet jedoch: „Wenn die ein zweites Jahr kommen, geht da keiner mehr hin. “

Auch die Zustände am Caravanstellplatz, der teilweise mit mehr als den drei erlaubten Wohnmobilen besetzt war, sprach Christian Gebühr bei der jüngsten Sitzung an. „Das vermüllt da total“, ärgerte sich der Klötzer. Er kritisierte zudem, dass von den Wohnmobilsten das Dreckwasser einfach in die Büsche gekippt werde. Entsprechend rieche es dort auch. „Und die Stadt unternimmt nichts“, stellte Christian Gebühr fest.

„Mir ist das Problem bekannt“, antwortete Ortsbürgermeister Raimund Punke. „Aber ich sehe das nicht so krass“, betonte er. Punke hatte auch die Verwaltung kontaktiert. Letztendlich musste er feststellen, dass es in Klötze nun mal keinen Campingplatz gebe, sondern nur einen Stellplatz für Wohnmobile. Ein dauerhaftes Parken für längere Zeit ist dort nicht vorgesehen, erinnerte Raimund Punke. Klötze setze auf den Tourismus. „Da können wir nicht jeden vergraulen, der da mal eine Pause macht“, warnte er vor Übereifer. Schließlich würden die Touristen auch Umsatz in Klötze machen. Es habe schon schlimmere Zustände auf dem Platz gegeben, erinnerte Punke. Dennoch würden die Polizei und auch das Ordnungsamt regelmäßig bei den Campern vorbeischauen. „Es wurden keine Ordnungswidrigkeiten festgestellt“, erklärte der Klötzer Ortsbürgermeister.

Um das Problem, vor allem mit dem Müll, besser in Griff zu bekommen, regte Christian Gebühr an, dort einen großen Müllcontainer für die Nutzer des Caravanplatzes aufzustellen. Denn die beiden kleinen Mülleimer am Parkplatz und an der Badeanstalt sind ständig voll, obwohl sie regelmäßig von der Stadtwirtschaft geleert werden. Bernd Hamann wusste, dass auch von der Klötzer Wasserwacht eine solche Idee vorgebracht wurde. Ein Müllcontainer, in den gegen Gebühr der Abfall eingeworfen werden kann, sollte in Betracht gezogen werden. Lothar Schulze betonte im Rahmen der Diskussion, dass der Caravanstellplatz wichtig sei. Angebracht wäre es aber, mit einem Schild auf die Verhaltensregeln hinzuweisen, die sich die Stadt bei der Einrichtung des Platzes vorgestellt hat. VON MONIKA SCHMIDT

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