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In Kunrau ist nicht genügend Platz für die Kuseyer

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Von: Monika Schmidt

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ein Schulgebäude
Die Kunrauer Grundschule bietet nach Ansicht der Kuseyer Eltern nicht genügend Platz, um 96 weitere Kinder aufzunehmen. © Monika Schmidt

Von fehlenden Klassenräumen über Renovierungsbedürftigkeit bis zu keinen Plätzen für weitere Hortkinder: Mit dem Umzug der Kuseyer Grundschule nach Kunrau sind für die Eltern noch viele Fragen verbunden.

Kusey – Die Grundschüler aus Kusey sollen komplett in die Kunrauer Grundschule umziehen. Das ist der Vorschlag der Verwaltung zu den neuen Schuleinzugsbereichen in der Einheitsgemeinde Klötze. Und der sorgt vor allem bei den Eltern, aber auch bei den Kommunalpolitikern für große Bauchschmerzen. Denn nachdem sich die Elternvertreter aus Kusey in der Grundschule Kunrau umgesehen haben, stehen für sie zwei Faktoren fest: Es sind nur drei Klassenräume frei, die Kuseyer bringen aber 96 Schüler in vier Klassenstufen mit. Und: Die Klassenräume in Kunrau müssen dringend renoviert werden, bevor dort weitere Schüler einziehen können. So gebe es keine Waschbecken in den Klassenräumen, auch in Kunrau laufen nicht alle Leitungen unter Putz und es gibt alte Steckdosen, die Sanitäranlagen sind alt, es gibt Wasserschäden an der Decke, noch alte Lampen – die Liste, die im Kuseyer Ortschaftsrat vorgestellt wurde, wurde immer länger. Für die Kuseyer steht fest: Ein Umzug nach Kunrau ist ohne vorherige Renovierung dort nicht möglich. Und diese sei bis zum beschlossenen Schließungstermin am 1. August 2023 gar nicht zu erledigen, da die Stadt noch gar kein Geld für eine Investition eingeplant, geschweige denn Fördermittel beantragt habe. Einig waren sich die Kuseyer, dass der Schulhof an der Kunrauer Grundschule „viel zu klein“ sei, um die künftig 226 Grundschüler aufzunehmen. Der Elternrat der Kuseyer Schule empfiehlt den Stadträten, den Umzug der Kuseyer um einige Jahre zu verschieben. In dieser Zeit sollte ein Konzept geschrieben, wie alle Schüler in der Grundschule unterkommen können und wie die Hortbetreuung geregelt werden soll. Dann müssten Renovierungsmaßnahmen festgelegt, bestenfalls gefördert und von der Stadt finanziert werden. Erst wenn die Grundschule in Kunrau hergerichtet ist, sollte die Schließung der Kuseyer Grundschule erfolgen. Zumal mit den in diesem Jahr investierten Brandschutztüren zunächst die Auflagen des Altmarkkreises für den Weiterbetrieb erledigt worden seien, argumentierten die Kuseyer weiter. Dem gegenüber stehen die Aussagen von Stadt-Bürgermeister Uwe Bartels im AZ-Gespräch zum Thema Schulschließung und Umzug, nachdem es weitere Auflagen für Kusey gebe und dass in Kunrau „alles fertig ist“. Dorthin müsse nur weiteres Mobiliar für die zusätzlichen Schüler aus Kusey mitgenommen werden.

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