Zeitnahe Öffnung geplant

Arbeitsgruppen sorgen im Böckwitzer Museum für Ordnung

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In kleinen Gruppen haben die Mitglieder des Museumsvereins in den vergangenen Wochen im Böckwitzer Grenzmuseum bei einigen Einsätzen Ordnung geschaffen.

Böckwitz – In dieser Woche soll die Entscheidung fallen, wann und wie das Böckwitzer Museum in dieser Saison öffnet. Durch die coronabedingten Auflagen war der vom neuen Vorstand geplante Saisonstart im April abgesagt worden.

„Wir werden in den nächsten Tagen über eine zeitnahe Öffnung des Museums entscheiden“, informiert Nico Ludwig vom Vorstand auf AZ-Anfrage. Die Mitglieder des Vorstandes haben sich bereits die Hygienekonzepte von anderen Museen angeschaut. Seit dem 11. Mai dürfen nach der coronabedingten Schließung Museen unter Auflagen wieder öffnen, hatte die Landesregierung entschieden.

Dennoch waren die Mitglieder des wiedererstarkten Museumsvereins in Böckwitz nicht untätig. Die vergangenen Wochen wurden genutzt, um im Museum, das im vergangenen Jahr komplett geschlossen war und dessen weitere Existenz ausgerechnet im 30. Jahr nach der Grenzöffnung lange Zeit auf der Kippe stand (wir berichteten), etwas Ordnung zu schaffen. Wegen der Corona-Beschränkungen konnte dabei nicht wie geplant mit den neu gebildeten Arbeitsgruppen auf einen Schlag gearbeitet werden, sondern innerhalb der Arbeitsgruppen bildeten sich Kleingruppen, die mit Abstand aktiv wurden.

Wie Nico Ludwig weiter informiert, hat sich zum Beispiel die Arbeitsgruppe Touren um die Außenanlagen des Grenzmuseums gekümmert. Die Arbeitsgruppen Backhaus und Bauerngarten haben das Backhaus vom „sperrmüllreifen Inventar“ befreit und Teile des Bauerngartens gepflegt. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Archivierung haben die Grenzausstellung gereinigt.

Eigentlich waren für diese Arbeiten zwei große, gemeinsame Arbeitseinsätze in Vorbereitung der Saisoneröffnung geplant. Diese konnten wegen der Corona-Auflagen nicht stattfinden. „Die Einteilung in die Arbeitsgruppen hat uns nun aber geholfen, dass wir trotz der Einschränkungen mit den Arbeiten beginnen konnten“, kann Nico Ludwig den Beschränkungen doch noch etwas Positives abgewinnen.

Um die Last auf breite Schultern zu verteilen, hatte Verena Treichel, die federführend bei der Wiederbelebung des Vorstandes war und den Vorsitz übernommen hat, angekündigt, die Aufgaben der Museumsarbeit auf Arbeitsgruppen aufzuteilen. Jedes Mitglied konnte sich nach seinen Interessen für die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen melden. Neue Angebote sind geplant. So möchte die Arbeitsgruppe Touren beispielsweise monatlich zwei bis drei Touren anbieten. Wanderungen und Fahrradtouren mit unterschiedlichen Themen sind geplant. „So werden neben der Grenzgeschichte auch die Natur und der Drömling eine große Rolle spielen“, kündigt Nico Ludwig an.

VON MONIKA SCHMIDT

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