Zeit für die Zwerge

Gemeinsam mit den Müttern spielen und toben: Das ist das Ziel der Zwergenrunde. Ohne störende Telefonanrufe und Hausarbeit wird Zeit zusammen verbracht.

Klötze - Von Monika Schmidt. Ein neuer Kursus hat in der evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) begonnen.

Christine Weber lud am Dienstag zur ersten Zwergenrunde ein. Angesprochen waren Eltern mit Kindern im Alter von ein bis drei Jahren. Viele von ihnen besuchen schon eine Kindereinrichtung und werden dort spielerisch beschäftigt. Aber die Eltern sind nicht dabei. Beim gemeinsamen Spiel mit den Eltern können Erwachsene und Kinder bewusst gemeinsam Zeit miteinander verbringen. Und das ohne drängende andere Aufgaben, die noch nebenbei erledigt werden müssen. Denn in den eigenen vier Wänden bleibt vor allem für die Mütter häufig kaum Zeit, sich einfach mit dem Kind spielend zu beschäftigen. Häufig ist die Mutter mindestens mit der Hälfte der Gedanken bei der Hausarbeit und überlegt, was sie noch erledigen muss. „Meist sind es die Väter, die bewusst mit dem Kind spielen“, hat auch EFA-Mitarbeiterin Simone Behr beobachtet. Durch das neue Angebot sollen auch Mütter die Gelegenheit erhalten, frei von anderen Aufgaben mit den Kindern zu spielen und zu toben. Aber natürlich wird ganz nebenbei auch etwas für die Entwicklung der Kleinen getan. „Grobmotorik und Bewegung wollen wir heute als Erstes in Angriff nehmen“, kündigte Christine Weber an. Für sie war das erste Treffen der Zwergenrunde eine gute Gelegenheit, die motorischen Fähigkeiten und Entwicklungsstadien der Kinder zu beobachten. Nachdem sich die sechs Mütter mit ihren Schützlingen im Alter von eineinhalb bis zweieinhalb Jahren vorgestellt hatten – die meisten kannten sich schon vom PEKiP oder der Musikkiste in der EFA – ging es mit einem kleinen Begrüßungslied los. Dann stand Spielen und Toben auf dem Programm. Christine Weber hatte bunte Bälle mitgebracht, einen Tunnel mit Matten und Stühlen gebaut und eine Reihe bunter Trittsteine ausgelegt, die von den Kindern begeistert angenommen wurden. „Wichtig ist, dass die Muttis nicht von der Seite zugucken, sondern aktiv mitspielen“, wünschte sich Christine Weber. Und die Mütter machten ebenso wie ihre Kinder begeistert mit. Viel Zeit, sich mal ungestört mit dem Kind zu beschäftigen und zu beobachten, wie weit es im Vergleich zu Gleichaltrigen ist, bleibt im Alltag meist nicht. Da die meisten Mütter als liebste Beschäftigung für ihren Nachwuchs Bewegen, Toben und Klettern angaben, wird Christine Weber diesem Wunsch beim nächsten Mal nachkommen. Sobald es das Wetter zulässt, soll der Kurs im Freien auf dem Spielplatz der EFA stattfinden. Dort ist ausreichend Platz für viel Bewegung.

Die Premiere der Zwergenrunde ist auf vier Wochen angelegt. Wenn das Angebot gut angenommen wird, werden achtwöchige Kurse angeboten. Eltern mit Kindern im Alter von einem bis drei Jahren können gerne noch dazustoßen. In der EFA gibt es unter& (0 39 09) 27 15 weitere Informationen zu dem Angebot.

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