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Klötzer Busbahnhof ist kein Pkw-Parkplatz

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Von: Monika Schmidt

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viele Autos parken
In Zweier- und Dreier-Reihe wurde beim Martinimarkt am Klötzer Busbahnhof geparkt. Das ärgert Bernd Unruh. © Privat

Über Falschparker in Klötze ärgert sich Ortschaftsratsmitglied Bernd Unruh. Besonders während des Martinimarktes gab es chaotische Verhältnisse.

Klötze – Wie schon Wolfgang Mosel, der die Verlegung des Bushaltes während des Klötzer Martinimarktes vom ZOB an die Bahnhofstraße wegen der mangelnden Barrierefreiheit bedauerte, äußert sich auch das Klötzer Ortschaftsratsmitglied Bernd Unruh zu diesem Verfahren. „Ich verstehe nicht, warum der ZOB gesperrt wurde und zugeparkt werden darf“, teilte Unruh der AZ mit. Es sei „sehr schade“ für Eltern mit Kinderwagen oder ältere Einwohner mit Rollatoren, wenn sie während der Zeit des Rummels die Annehmlichkeiten des barrierefreien Einstiegs in den Bus nicht nutzen können. „Der ZOB ist extra behindertengerecht angelegt worden“, erinnert Bernd Unruh. Dass diese Haltestelle ausgerechnet dann, wenn viele Besucher von außerhalb mit dem Bus anreisen, verlegt wird, leuchtet dem Ortschaftsratsmitglied nicht ein. Ein weiteres Problem hat Bernd Unruh in Zusammenhang mit dem Martinimarkt ausgemacht: das Wildparken. „Damit bin ich überhaupt nicht einverstanden. Das hätte viel stärker geahndet werden müssen“, findet der Klötzer. Mit Fotos hat er dokumentiert, dass viele Stellflächen im Stadtgebiet von den unerlaubt parkenden Fahrzeugen zugestellt wurden. Als Beispiel nennt er unter anderem den Parkplatz bei Penny und die Fläche des Busbahnhofs. Dass dort überhaupt gestattet wurde, dass die Martinimarktbesucher ihre Fahrzeuge teilweise unkoordiniert abstellen, ärgert das Ortschaftsratsmitglied. „Man sollte auch an diesen fünf Tagen keine Ausnahme machen und Strafzettel für das Wildparken verteilen“, wünscht sich Bernd Unruh im Gespräch mit der AZ. „In Hamburg beim Fischmarkt wird doch auch keine Ausnahme gemacht“, zieht er einen Vergleich. Denn: Parkplätze hatte die Stadt ausreichend für die Besucher des Rummels ausgewiesen. Nur lagen diese den Besuchern wohl zu weit vom Marktgeschehen entfernt und wurden nur wenig in Anspruch genommen. „Die waren nicht mal zur Hälfte belegt“, ist dem Mitglied des Klötzer Ortschaftsrates aufgefallen. Stattdessen wurden freie Flächen in der Innenstadt einfach zugestellt. „Wenn es doch Parkplätze gibt, dann verstehe ich so was nicht“, sagt Bernd Unruh und fordert für die Zukunft ein konsequenteres Einschreiten der Stadt Klötze bei Parkvergehen. Das Thema Parken am Busbahnhof wird im Übrigen auch in der Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes aufgegriffen, das der Stadtrat in diesem Jahr beschlossen hat. Darin wird auf fehlende Parkplätze im Bereich des Busbahnhofes hingewiesen. Dort sollte mittelfristig ein Park-and-Ride-Parkplatz eingerichtet werden, damit die Einwohner die Möglichkeit haben, den öffentlichen Personennahverkehr besser zu nutzen. Die Stadtplaner schlagen vor, den Ausbau des Parkplatzes zusammen mit der geplanten Neugestaltung des Pennymarktes in Angriff zu nehmen.

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