Aufzüge und Balkone für die Mieter

Wohnungsbaugenossenschaft Klötze investiert bis 2020 fast eine Million Euro

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Am Wohnblock An der Wasserfahrt will die Wohnungsbaugenossenschaft Klötze 2019/2020 vor den Hausnummern 59 und 60 zwei Aufzüge errichten. Allein dafür investiert das Unternehmen rund 450.000 Euro.

Klötze – Insgesamt fast eine Million Euro will die Wohnungsbaugenossenschaft (WG) Klötze in diesem und im nächsten Jahr in den Bestand investieren.

2019 plane die WG rund 515.500 Euro für Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ein, kündigte Geschäftsführerin Heike Meise während der Mitgliederversammlung am Dienstagabend an.

Hierbei handelt es sich um das Herrichten von Wohnungen für die Wiedervermietung und um laufende Instandhaltungskosten in Höhe von 337.500 Euro. Weiterhin werden zwölf Wohnungen im Zichtauer Weg 17 und 18 mit Balkonen ausgestattet. Die Kosten hierfür sind mit 178.000 Euro veranschlagt.

„Die Baumaßnahme ist zum jetzigen Zeitpunkt fast abgeschlossen. Es werden nur noch Restarbeiten an den Außenanlagen durchgeführt“, sagte Heike Meise.

Bereits Anfang dieses Jahres sei eine Fotovoltaikanlage zur Umsetzung eines Mieterstrommodells errichtet worden – in Zusammenarbeit mit der Avacon Natur GmbH. Dies betrifft die beiden Wohnblöcke An der Wasserfahrt 39 bis 43 und 44 bis 46.

Auch für das Jahr 2020 bestehen bereits konkrete Planungen. Neben der Herrichtung von Wohnungen für die Neuvermietung ist der Anbau von Balkonen Am Zichtauer Weg 19 und 20 vorgesehen. Die Finanzierung dieser Maßnahme soll aus Eigenmitteln der Genossenschaft erfolgen.

"Unsere Aufgabe wird es weiterhin sein, unseren Mitgliedern guten und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen."

Heike Meise, Geschäftsführerin Wohnungsbaugenossenschaft Klötze

Die Mitglieder der Wohnungsbaugenossenschaft Klötze fassten während der Versammlung mehrere Beschlüsse.

Gleichzeitig ist auch der Anbau von zwei Aufzugsanlagen An der Wasserfahrt geplant, und zwar vor den Hauseingängen Nummer 59 und 60, auf der Seite, wo sich die Parkplätze befinden. Ursprünglich sei diese Baumaßnahme schon für das Geschäftsjahr 2019 geplant gewesen. „Aufgrund von Kapazitätsengpässen bei den bauausführenden Firmen ist der Maßnahmebeginn auf Ende 2019 verschoben worden. Der eigentliche Fahrstuhlanbau wird im Frühjahr 2020 erfolgen“, erklärte Meise.

Die Kosten für den Anbau von zwei Aufzugsanlagen würden nach der Schätzung des Stendaler Planungsbüros rund 450.000 Euro betragen.

„Die Genossenschaft investiert diese 450.000 Euro, davon sind 200.000 Euro Fördermittel von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt“, sagte Meise.

Mit den neuen Aufzügen wolle die Genossenschaft etwas gegen den Leerstand tun, denn gerade in den oberen Geschossen stünden Wohnungen leer. Zudem würden die Menschen und damit auch die Mieter immer älter, weshalb sich die WG Klötze für den Anbau der Aufzüge entschieden habe.

Zum 31. Dezember 2018 bewirtschaftete die WG Klötze 551 Wohnungen. Der Leerstand betrage rund 20 Prozent. Ursachen dafür seien die sinkende Nachfrage und das Geburtendefizit.

Der Jahresüberschuss für das Jahr 2018 betrug nach Aussage von Heike Meise 45.700 Euro. Für dieses Jahr erwarte die Genossenschaft einen Überschuss von 58.000 Euro.

„Unsere Aufgabe wird es weiterhin sein, unseren Genossenschaftsmitgliedern guten und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Die Förderung nachbarschaftlicher Kontakte und die Integration sozialer Dienstleistungen sind weiter wichtige Maßnahmen, um insbesondere das Leben älterer Menschen in der vertrauten Wohnumgebung zu erleichtern“, betonte Heike Meise.

Andreas Link wurde als Aufsichtsratsvorsitzender wiedergewählt.

Während der Mitgliederversammlung wurde der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Link für weitere drei Jahre wiedergewählt.

VON CHRISTIAN REUTER

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