Sieben bis acht Grundstücke auf der Freifläche an der Wasserfahrt möglich

Wohnen zwischen Neubaublöcken

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Hinter Bäumen und Büschen – und somit etwas abgetrennt von den umliegenden großen Wohnblöcken – soll an der Wasserfahrt in Klötze ein neues Baugebiet für sieben bis acht Eigenheime entstehen.

Klötze. Dass in der Klötzer Kernstadt ein großer Bedarf an Bauplätzen besteht, ist seit Längerem bekannt. Die Pläne, Baugebiete im Bereich Feldstraße/Lerchenweg und an der Salzwedeler Straße auszuweisen, sind ins Stocken geraten.

Dafür rückt nun eine andere Fläche in den Fokus der Bauherren: die Freifläche an der Wasserfahrt, früherer Standort der Kinderkombination und späterer Grundschule.

Für die nachträglich „An den Kleingärten“ benannte Fläche hat der Klötzer Stadtrat im Januar einen Aufstellungsbeschluss zum Beplanen der Fläche gefasst, nun liegt ein konkreter Bebauungsplan vor. Mit diesem wird sich am morgigen Mittwoch um 19 Uhr im Ratssaal als erstes Gremium der Klötzer Hauptausschuss beschäftigen. Am Donnerstag können dann die Klötzer Ortschaftsräte ihre Meinung zu dem Vorhaben sagen.

Laut Begründung für den Bebauungsplan liegen im Klötzer Rathaus derzeit etwa 20 Anträge und schriftliche Anfragen nach Baugrundstücken vor. Freie Wohnbauflächen gibt es derzeit aber nicht, die vorhandenen Baugebiete sind voll. Deshalb entstand die Idee, die freie Fläche im Neubaugebiet Wasserfahrt, die bis 2012 die Grundschule beherbergte, als Bauland auszuweisen. Die vorhandene Fläche ist 8192 Quadratmeter groß, die Nettobaulandfläche beträgt 3280 Quadratmeter.

Sieben bis acht Baugrundstücke könnten auf der Fläche entstehen. Sie werden zum Teil durch die Straße An der Wasserfahrt und die Zuwegung zum Heizhaus angebunden, außerdem soll gegenüber des Garagenkomplexes eine 5,50 Meter breite Stichstraße mit einem Wendehammer am Ende zur Erschließung des Gebietes gebaut werden. In der Stichstraße wird eine Regenwasserleitung verlegt, die an das vorhandene Netz im Neubaugebiet angeschlossen wird. Da die Stichstraße, wie auch die umliegenden Straßen, als Anliegerstraße ausgewiesen wird und somit nur Anliegerverkehr zu erwarten ist, wird auf einen zusätzlichen Gehweg an der Straße verzichtet. Auch Parkflächen sind nicht vorgesehen, es soll auf den Grundstücken geparkt werden.

Zum benachbarten Neubaubaublock und der gegenüberliegenden zweiten Freifläche, die im vergangenen Jahr durch einen Rückbau entstand, sollen Bepflanzungen das Wohngebiet abgrenzen. Aufgrund der Lage mitten im Stadtgebiet ist die Erschließung des Gebietes einfach. Der Aufwand für die Bereitstellung und den Anschluss an die Versorgungsleitungen wird von den Planern als gering eingeschätzt. Durch die Schaffung der Bauplätze kann der Bedarf an Wohnbaugrundstücken zunächst gemildert werden, hofft Planer Frank Philipp.

Von Monika Schmidt

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