„Wir wollen Klötze ein Gesicht geben

Diese Fotomontage mit dem Klötzer Wappen als Skulptur auf dem Kreisel wurde am Donnerstagabend den Mitgliedern des Klötzer Ortschaftsrates gezeigt.

Klötze - Von Peter Lieske. Sechs Jahre nach Fertigstellung des Kreisels in Klötze soll bereits im kommenden Herbst auf diesem das Klötzer Wappensymbol thronen.

Langwierige Debatten endeten im Mai 2004 mit der Ablehnung des Stadtrates, im Innern des damals im Bau befindlichen Kreisels eine Statue zu errichten. Im Januar des Jahres hatte Dr. Wilfried Schielke das Modell der Skulptur vorgestellt.

Nach dem Scheitern im Stadtrat ließ der Vorsitzende des Freundeskreises Altmärkische Schweiz nicht locker. Immer wieder machte er die Forderung auf, die Purnitzstadt mit einer solchen Skulptur ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. „Klötze ist geschichtslos. Wir wollen Klötze ein Gesicht geben“, sagte er gestern im AZ-Gespräch. Mit „wir“ sind viele Helfer gemeint, die das Projekt unterstützen. Sei es die bildliche Darstellung der Skulptur und die Unterstützung bei der Ausgestaltung des Kreisels. Alles passierte bislang kostenlos. „Die Gesamtfinanzierung liegt in den Händen des Vereins“, berichtete Bürgermeister Matthias Mann im Hauptausschuss. Am Montag gab es ein Treffen. Daran nahmen neben Dr. Schielke auch Dieter Götzen und Konrad Hempel sowie der Künstler Thomas Koch teil. Diesen hatte Dr. Schielke in seinem Heimatort Hakenstedt angesprochen. Dort sah er an der Bundesstraße große Skulpturen. Daraufhin suchte er den Künstler auf. Dieser wird die Wappen-Skulptur gestalten. Der Künstler legte wert darauf, auch Blätter anzubringen als Symbol, dass aus der Stadt junges Leben sprießt, erläuterte Dr. Schielke. Diese sollen aus Edelstahl gefertigt werden, berichtete der Künstler gestern im AZ-Gespräch. Er werde mit der Arbeit beginnen, sobald er grünes Licht von der Stadt erhält. Aber nicht die Blätter sollen die Ortschaften symbolisieren, sondern eventuell Findlinge, die um die Skulptur im Kreis gelegt werden könnten. Der Hauptausschuss nahm die Informationen des Bürgermeisters bereits wohlwollend zur Kenntnis. Und auch vom Landesbaubetrieb gab es bereits grünes Licht für das Vorhaben, informierte Matthias Mann weiter.

Thomas Koch kennt Klötze. Dort hat er Landwirtschaft mit Abitur gelernt. Läuft alles nach Plan, dann will er das Werk am 12. Oktober diesen Jahres präsentieren.

„Klötzer, die etwas für Klötze tun wollen“, könnten gerne das Projekt unterstützen, sagte Dr. Schielke gestern. So würde er sich über ein Unternehmen freuen, das den Transport der Skulptur von Hakenstedt nach Klötze kostenlos übernehmen würde.

Von Peter Lieske

KLÖTZE. Sechs Jahre nach Fertigstellung des Kreisels in Klötze soll bereits im kommenden Herbst auf diesem das Klötzer Wappensymbol thronen.

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