Kulturkirche Altmark soll 2016 fortgesetzt werden

„Open Space“ stieß auf kein Interesse

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Die Stühle blieben am Sonnabend in Immekath leer, Pfarrer Bernd Schulz war enttäuscht: Nur eine Frau war gekommen, um mit den Initiatoren der Kulturkirche Altmark Ideen für die Zukunft zu sammeln. Trotzdem gilt das Motto: „Wir machen weiter“.

Immekath. „Ich hatte mit etwa 20 Leuten gerechnet, aber das sieht nicht so aus“, stellte Pfarrer Bernd Schulz am Sonnabendvormittag im Immekather Saal enttäuscht fest. „Vier Tage Vorbereitung umsonst“, war Gemeindepädagogin Birgit Timme frustriert.

Und auch Friedhelm Klopp vom Immekather Gemeindekirchenrat hatte sich wohl etwas mehr Resonanz erhofft. Mit Ilse Lange aus Zicherie war nur eine Interessierte zur „Open Space“-Veranstaltung nach Immekath gekommen. Es sollten Ideen gesammelt werden, wie das Projekt Kulturkirche Altmark fortgesetzt werden kann. „Ich habe mit solchen Veranstaltungen eigentlich gute Erfahrungen gemacht“, betonte Bernd Schulz. In der kleinen Runde sei die geplante Gruppenarbeit aber nicht umzusetzen. „Es tut mir leid“, so Bernd Schulz. Friedhelm Klopp vermutete, dass viele mit dem Titel der Veranstaltung nichts anfangen konnten.

Denn ein mangelndes Interesse am Immekather Kultursommer konnten weder Schulz noch Klopp feststellen. „Es sind bislang über 20 000 Euro an Spenden eingegangen, und dabei sind die Benefizkonzerte noch gar nicht miteingerechnet“, informierte der Pfarrer. „Wir machen weiter – Gemeinsam für eine l(i)ebenswerte Region“ soll das künftige Motto für die Kulturkirche Altmark sein. Bernd Schulz sieht darin zwei Aufgaben: Die Kirche für kulturelle Zwecke nutzen, aber auch als Kirche in der Gesellschaft einen Beitrag zu leisten für die Region. Der Pfarrer sieht einen Trend: Die Menschen sind bereit, für die Kirche oder wie im Immekather Fall für die Orgel zu spenden. „Aber sich mit Herz und Engagement einzubringen, scheint schwierig zu sein.“ Die vier Konzerte in diesem Jahr in Immekath wurden federführend von Bernd Schulz, Friedhelm Klopp und der Gemeindekirchenratsvorsitzenden Erika Schultze organisiert. Für die Zukunft sollen die Aufgaben auf breitere Schultern verteilt werden.

Bei den Veranstaltungen fürs nächste Jahr verwies Friedhelm Klopp auf das Grenzgänger-Festival, das in der gesamten Altmark mit Konzerten in zahlreichen Kirchen veranstaltet wird. „Da gibt es einen ganzen Pool von Künstlern aus verschiedenen Genres“, betonte er. Wichtig ist den Immekathern, dass gehobene Kultur geboten wird. Bernd Schulz richtet sein Augenmerk eher darauf, ein „Alleinstellungsmerkmal“ zu schaffen. „Konzerte in Kirchen gibt es tausendfach in Deutschland“, erinnerte er. Ein schöner Rahmen soll geschaffen werden, damit auch die Leute kommen, die bislang noch nicht da waren. Eine andere Idee ist es, während der Veranstaltungen eine Kinderbetreuung anzubieten, damit auch junge Eltern zum Konzert kommen können.

Von Monika Schmidt

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