Raupen-Bekämpfung im Drömling ohne Erfolg

„Wir können nur Schilder hinhängen“

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Ein typisches Bild im Drömling, wie hier in Wenze: Die ersten Bäume sind kahl gefressen, weiter hinten sind noch grüne Blätter an den Eichen. Von Baum zu fressen sich die Raupen, die Stadt kann nur mit Schildern warnen.

Klötze. „So schlimm wie in diesem Jahr war es noch nie“, stöhnen die Landwirte im Drömling. Und auch die Einwohner, die sich im Freien aufhalten oder Radtouren unternehmen wollen, werfen bange Blicke auf die Eichen.

Obwohl der Schädling auch in diesem Jahr wieder umfangreich bekämpft wurde, sind die gefräßigen Raupen vor allem im Drömling an vielen Straßenrändern wieder unterwegs von Baum zu Baum, um die frischen Blätter abzufressen. Die Haare der Eichenprozessionsspinnerraupen sind gesundheitsgefährdend: Sie sorgen für Pusteln und in besonders schweren Fällen sogar für Atemnot bei den Menschen.

Kathrin Wißwedel aus Neuferchau fragte bei der Klötzer Stadtratssitzung, ob die Stadt noch vor hat, an den Straßen und Wegen außerorts in Richtung Drömling eine Bekämpfung vorzunehmen. „Dort bereitet der Eichenprozessionsspinner arge Probleme“, berichtete die Einwohnerin den Stadträten.

Ordnungsamtsleiter Ulf Dittfach antwortete, dass er bereits mit dem Umweltamt des Altmarkkreises gesprochen habe. Die Stadt Klötze hatte sich mit 20 000 Euro an der Ausschreibung des Kreises beteiligt, um den Eichenprozessionsspinner im Stadtgebiet zu bekämpfen. Wie in anderen Kommunen des Kreises, so hatte Dittfach dabei erfahren, gebe es nun auch in Klötze die Erkenntnis, dass „die Maßnahmen im Stadtgebiet nicht sonderlich gegriffen haben.“ Die chemische Bekämpfung sei inzwischen angesichts der fortgeschrittenen Vegetation nicht mehr möglich. Ein mechanisches Absaugen werde nur da gemacht, „wo es kritisch ist“, informierte der Ordnungsamtsleiter weiter. Die Verwaltung sei derzeit dabei, in den betroffenen Gebieten Schilder aufzuhängen, um vor der Gesundheitsgefahr zu warnen. „Etwas anderes ist dieses Jahr nicht mehr machbar“, bedauerte der Ordnungsamtsleiter. Die Bürger müssten sich darauf einstellen, auf den Selbstschutz zu achten, so seine Bitte. Die Stadt könne sich bei der Bekämpfung nun nur noch auf die Bereiche konzentrieren, die Besucherschwerpunkte sind und die eine räumliche Nähe zu Kindereinrichtungen haben.

Von Monika Schmidt

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