Milde Temperaturen: Bären Bummi und Tapsi sind noch nicht müde

Winterschlaf verschoben

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Bär Bummi ist noch putzmunter. Neugierig inspiziert er den Besucher am Gehege.

nre Klötze. Erst riskiert Bummi nur einen Blick aus seinem Bau. Dann überlegt er es sich doch und trottet gemächlich heran.

Eine Tatze vor die andere setzend, behäbig im Gang, passiert er zunächst seine WG-Mitbewohnerin Tapsi und lässt sich dann mit seinem Allerwertesten auf einer Stufe im Gehege nieder. Gelegentlich steckt er die Schnauze durchs Gitter und senkt die Ohren. Nach Schlafen ist ihm und Taspi, die das Schauspiel im sicheren Abstand beobachtet, nicht zu Mute, auch wenn es Winter ist. Die milden Temperaturen in den vergangenen Wochen haben die beiden Bären wach bleiben lassen.

Erst wenn es über eine längere Zeit frostig wird, so schätzt Tierpfleger Thomas Paasch ein, werden sich die beiden Petze in ihre Höhle begeben, um sanft zu schlummern. Hätte er vorab gewusst, dass die Tiere solange wach bleiben, dann sei die nun für das Frühjahr geplante Überführung in den Bärenwald Müritz noch in diesem Jahr möglich gewesen, sagt der Tierpfleger. „Aber das weiß weder Bär noch Mensch vorher“, so Thomas Paasch. Dass die Bären entgegen ihrer arttypischen Weise nicht den Winterschlaf suchen, ist aus Sicht des Tierpflegers nicht weiter tragisch. „Sie werden schon zur rechten Zeit entscheiden, wann der Aufenthalt in der Höhle angebracht ist“, sagt Thomas Paasch. Er merke jedoch schon, dass Tiere Tag für Tag länger in ihrem Bau bleiben. Aber solange es nicht wirklich eisig werde, so lange würden die Bären wohl noch die frische Luft genießen. Damit dürfte auch das Weihnachtsfest im Freien gesichert sein. Denn für die Feiertage sind zwischen sieben und zehn Grad angekündigt worden. Solche Temperaturen erinnern weder die Bären noch die Menschen an Winter.

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