„Autos stehen dicht an dicht“

Wildes Parkes in Klötzer Innenstadt bleibt ein Ärgernis

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Rechts und links stehen die Autos auf der Oebisfelder Straße, so dass ein Durchkommen mit einem Pkw kaum möglich ist. Auch der Fußgängerverkehr wird behindert. Dass nichts gegen die Falschparker unternommen wird, ärgert die Klötzer Ortschaftsräte.

Klötze – „Ich habe mir das Parken an der Oebisfelder Straße mal mit offenen Augen angesehen“, erzählte Ilka Speckhahn im Klötzer Ortschaftsrat. Sie hatte die Klagen des Ortsbürgermeisters und anderer Ortschaftsräte bislang für reichlich übertrieben gehalten.

Doch nun ist die Klötzer Ortschaftsrätin nahezu vom Gegenteil überzeugt.

Es sei tatsächlich so, dass die Straße teilweise komplett zugeparkt ist, obwohl auf der Spielstraße gar keine Autos stehen dürften. Denn es sind keine Parkflächen ausgewiesen.

Nicht nur die Kunden, die im Imbiss schnell ein Essen rausholen, gehören da zu den Übeltätern. Auch die Anwohner halten nicht mehr nur zum Ein- und Ausladen, sondern parken dauerhaft vor den Wohnungen und Geschäften. „Gibt es da irgendwelche Aktivitäten seitens der Stadt?“, wollte Ilka Speckhahn wissen und forderte, dass der Zustand schnell abgestellt wird.

„Es stehen dort erschreckend viele Autos, dicht an dicht“, hat die Klötzerin selbst beobachtet. Im Stadtrat bekam sie Unterstützung von Wolfgang Mosel. Der Kuseyer war bewusst zu Fuß durch die Oebisfelder Straße gegangen, weil es bittere Beschwerden gab. Sein Fazit: „Man kommt kaum durch. Das wilde Parken muss aufhören. Die Stadt, das Ordnungsamt, sollte da schnellstens eingreifen“, forderte er.

Klaus Hilmer wusste, dass die Polizei verantwortlich ist, da es sich um eine Spielstraße handelt. Von den Beamten müssten die Anzeigen wegen Falschparkens angefertigt werden. „Das ist kein ruhender Verkehr“, begründete Klaus Hilmer, warum nicht das Ordnungsamt die Knöllchen schreiben darf. Klötzes Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt stellte fest, dass es zumindest die Sache der Stadt sei, bei der Polizei Bescheid zu sagen, dass dort Fahrzeuge falsch abgestellt sind.

Uwe Witte wunderte sich, warum das Knöllchenschreiben in anderen Städten klappt, in Klötze aber überhaupt nicht funktioniere. „Mindestens zehn Jahre erzähle ich schon darüber“, ärgerte er sich. In Gardelegen beispielsweise sind nicht nur die Knöllchenschreiber der Stadt regelmäßig unterwegs und schreiben Falschparker auf. Dort hat auch schon am Wochenende die Polizei Strafzettel verteilt, weil im Halteverbot oder in einer Verbotszone Autos gestanden haben, die den Verkehr behinderten.

Nicht nur die Oebisfelder Straße im Bereich der früheren Fußgängerzone ist Uwe Witte dabei ein Dorn im Auge. Er verwies auch auf die Salzwedeler Straße, wo teilweise sogar beidseitig geparkt werde. Zumeist ebenfalls von Anwohnern. „Da parken auch schon mal Lkw und man kommt nicht mehr vorbei“, informierte Uwe Witte. Auch dort sei es angebracht, den ruhenden Verkehr einmal zu kontrollieren, bat er die Stadtverwaltung.

VON MONIKA SCHMIDT

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