Erpel buhlen um die Laufentendame

Wieder Leben auf dem Klötzer Geflügelteich

+
Die neue Laufentendame hat bei den beiden Laufentenerpeln sofort Anschluss gefunden, freut sich Horst Kamieth. Er hofft, dass bald gebrütet wird.

Klötze – „Wir haben versucht, Leben auf den Teich zu bringen“, berichtete Horst Kamieth bei der Jahreshauptversammlung des Klötzer Tiergehege-Fördervereins. Er ist als Tierfachberater für die Anschaffungen und Bestückung des Tiergeheges zuständig.

„Ich weiß gar nicht mehr, wie das vorher war, als nur ein einsamer Ganter über den Teich geschwommen ist“, sah Horst Kamieth eine deutliche Verbesserung. „Jetzt haben wir richtig aufgerüstet“, informierte er.

So wurde ein Paar Trauerschwäne angeschafft, ebenso wie Pommerngänse, eine weiße Gans und zwei Flugenten. „Die hatten sogar Nachwuchs, das war toll“, informierte Kamieth weiter. Die beiden Laufenten haben seit wenigen Tagen eine Braut, die begeistert aufgenommen wurde, so dass auch dort auf Nachwuchs gehofft werden kann. Auf dem Teich schwimmen drei kupierte Wildenten, die nicht wegfliegen können.

„Sie locken die Erpel an“, erklärte der Tierfachberater. Farbe kam auf den Teich durch allerhand Ziergeflügel: Braut- und Pfeifenten sowie Mandarinenten ziehen ihre Runden. Auf den Inseln wurden Nisthilfen angelegt. „Mal gucken, ob wir von den Tieren etwas vermehrt kriegen“, hofft Horst Kamieth auf viele kleine Küken auf dem Teich. Denn die locken natürlich auch die Besucher an und sind vor allem für die Kinder niedlich zu beobachten. An den Volieren für die Vögel wurden bereits Bäume zur Dekoration angebracht. Die Zwerghühner fühlen sich wohl in der Anlage, haben auch schon gebrütet. Weitere Verschönerungen an den Volieren folgen.

Die Zwerghühner fühlen sich in den Vogelvolieren wohl. Es sollen aber moderne Gitter angebaut werden.

Rund um die Sitzgruppen wurde eine Hainbuchenhecke gepflanzt, die den Rastplatz von der Geflügelwiese trennt. „Das sieht schon ganz gut aus“, schätzte Horst Kamieth ein. Außerdem wurden vor einigen Tagen zwei Mammutbäume in die Erde gesetzt. „Das wird wieder ein richtiger Blickfang.“ Weiteres Ziel sei es, die Hecke im Eingangsbereich des Tiergeheges zur Gaststätte sowie das Rhododendronbeet „in Gang zu bringen“. Horst Kamieth könnte sich Rosen und Blumen vorstellen, um einige farbige Blickfänge in der Hecke zu haben. „Das sollten unsere Nahziele sein“, schätzte er ein.

Der elektrische Zaun um den Geflügelteich, der als erste Maßnahme vom Förderverein gebaut worden war, habe sich bewährt, betonte er. „Nun aber sollte die Stadt einen ordentlichen Zaun ziehen, das wäre sehr schön“, wünschte er sich.

Perspektivisch soll auch in das ehemalige Bärengehege wieder Leben einziehen. Dort wurden zunächst die beiden Wildschweine, die Tierpfleger Karsten Langleist aufgezogen hatte, eingewöhnt. Sie werden in die Rotte integriert. Horst Kamieth hat ein Pfauenpaar organisiert, das dort später untergebracht werden könnte. Und auf der anderen Seite wäre ein idealer Platz für ein Hausschwein, kündigte er an.

„Die Kinder wissen heutzutage gar nicht mehr, wie ein Hausschwein aussieht“, begründete Horst Kamieth. Er könnte sich ein Sattlerschwein oder ein Bentheimer Schwein vorstellen. „Wenn die dort später mit kleinen Ferkeln laufen, wäre das eine Attraktion“, kündigte er an.

VON MONIKA SCHMIDT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare