Mitglieder des Fremdenverkehrsvereins Jeetze-Ohre-Drömling begingen 20-jähriges Bestehen

„Wichtige Aufbauarbeit geleistet“

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Mit einem Sektempfang wurden die Gäste im Kunrauer Schloss begrüßt. Unter ihnen waren unter anderem die erste Vereinsvorsitzende Margarete Meyer (2.v.l.) und Hilde Heimann, die Touristen und Reisegruppen durch Schloss und Ausstellung führt.

Kunrau. Auf 20 erfolgreiche Jahre konnte der Fremdenverkehrsverein Jeetze-Ohre-Drömling am Sonnabend im Kunrauer Schloss zurückblicken. 85 Mitglieder zählt derzeit der Verein, der am 11. Juni 1992 aus der Taufe gehoben wurde.

Fast 60 Gäste konnte der Vereinsvorsitzende Horst Kricheldorf im Schlosssaal mit einem Glas Sekt empfangen.

In seiner Festansprache gab der Vorsitzende einen kurzen Rückblick über die Geschichte des Vereins. Ein besonderer Dank galt den Mitstreitern der ersten Stunde, zu denen Margarete Meyer, Brigitte Jürgens und Helmut Karwat gehören. Sie waren auch federführend beim Aufbau der Ausstellung im Schloss beteiligt. Der Verein, so erinnerte der Vorsitzende, hatte einst das Schaumähen ins Leben gerufen, heute organisieren die Mitglieder Grünkohlwanderungen, das Pellkartoffelessen, Radtouren und Kremserfahrten durch den Drömling und die Region. Jährlich, Ende August, wird ein Schlossfest organisiert. Seit 1997 gibt es einen Weihnachtsmarkt im und um das Kunrauer Schloss.

Viel Unterstützung erhielt der Verein durch die einstige Verwaltungsgemeinschaft, seit der Gebietsreform durch die Stadt Klötze und den Ortsbürgermeister Uwe Bock. Der Verein hatte bisher sieben Vorsitzende (siehe Infokasten). Ein großes Dankeschön galt den vielen fleißigen Helfern. Dem schloss sich auch Landrat Michael Ziche an. Er betonte, dass der Verein eine wichtige Aufbauarbeit geleistet hat. Schließlich sei in der ehemaligen Grenzregion zu DDR-Zeiten kein Fremdenverkehr und Tourismus erwünscht gewesen. Mittlerweile gebe es in der Altmark 530 000 Übernachtungen im Jahr, wovon jede vierte in Arendsee gebucht werde, so der Landrat. Wie Michael Ziche vorausblickte, soll demnächst der Drömling zum Biosphärenreservat hochgestuft werden, was dem Tourismus einen neuen Schub geben dürfte.

Kunraus Ortsbürgermeister Uwe Bock lobte die Aktivitäten des Vereins. So gebe es die Ausstellung über Theodor Hermann Rimpau, Dr. Schultz Lupitz und den Drömling sowie Führungen durch das Schloss und den Schlosspark. Im Durchschnitt seien die Vereine im Ort 100 Jahre alt. Mit 20 Jahren sei der Fremdenverkehrsverein zwar der jüngste, aber auch der aktivste Verein. Und das, obwohl die meisten Mitglieder schon im Rentenalter sind. Uwe Bock dankte der Stadt Klötze dafür, dass der Fremdenverkehrsverein die Räumlichkeiten im Schloss, das ein Schmuckstück und Wahrzeichen in der Region ist, kostenlos nutzen kann. Einen Knisterumschlag übergab er an Horst Kricheldorf. Mit Volks- und Heimatliedern, aber auch plattdeutschen Geschichten und Gedichten umrahmte die Folkloregruppe Hoahnenfoot aus Dannefeld die Feierlichkeiten. An das gemeinsame Abendessen schloss sich ein Tanzabend an.

Von Wolfram Weber

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