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Wenzer Ortsbürgermeister Marco Wille stellte Ideen zum Energiesparen vor

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Von: Monika Schmidt

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Hand an Temperaturregler von Heizung
Stadt-Bürgermeister Uwe Bartels forderte die Ortschaftsräte auf, sich Gedanken zum Energiesparen zu machen – Marco Wille setzte dies in die Tat um. © Weisbach, Lea

Wie kann in Wenze Energie gespart werden? Ideen zu Maßnahmen hatte Ortsbürgermeister Marco Wille und stellte diese während des Ortschaftsrates vor.

Klötze - Stadt-Bürgermeister Uwe Bartels hatte die Ortschaftsräte aufgefordert, sich Gedanken über Energiesparmaßnahmen zu machen. Bisher hatte als Einziger der Wenzer Ortsbürgermeister Marco Wille das Thema als Tagesordnungspunkt bei einer Sitzung aufgenommen.

Bei der Zusammenkunft im Wenzer Dorfgemeinschaftshaus stellte er seine Ideen zu Sparmaßnahmen in der Kommune vor. „Energie ist unser neues Gold“, sagte Marco Wille. Für den Haushalt 2023 erwartet die Stadt erheblich höhere Ausgaben für die Energiekosten als in den vergangenen Jahren. „Ich sehe ganz klare Sparmaßnahmen, ohne dass sich gravierende Einschnitte ergeben“, kündigte Marco Wille seinen Ortschaftsräten an. Es sei einfach eine gute Organisation und Absprache nötig.

So habe er beispielsweise schon in Quarnebeck die Saalnutzer gefragt, ob sie Chancen zum Komprimieren der Auslastung sehen. Die Rentner sollen sich mit anderen Gruppen in Verbindung setzen. Wenn nachmittags Seniorentreffen ist, könnte abends eine andere Veranstaltung stattfinden. Gegebenenfalls müsse dann halt vom gewohnten Termin auf einen anderen Wochentag ausgewichen werden, erklärte Marco Wille. Wenn von 14 bis 17 Uhr die Rentner im Saal sind, könnte von 19 bis 21 Uhr der Chor singen. „Dann muss nur einmal geheizt werden, als wenn am Dienstag der Chor singt und sich erst am Mittwoch die Rentner treffen“, sah er eine Sparmöglichkeit. „Wir müssen Synergien zur Energieeinsparung nutzen“, wünschte sich der Ortsbürgermeister. Innerhalb der Orte sollten sich die Nutzer so aufstellen, dass der Saal nicht alle zwei Tage, sondern jeweils Tage hintereinander geheizt werde. Denkbar wäre es zum Beispiel, Treffen so zu verlegen, dass der Saal von Montag bis Mittwoch nicht geheizt und dafür donnerstags und freitags genutzt werde.

Zudem sollten, so schlug Marco Wille vor, „Nutzungsart und -notwendigkeit überdacht werden“. So würde für das Treffen des Ortschaftsrates in Wenze zum Beispiel der kleinere Gaststättenraum ausreichen, es müsste nicht der große Saal geheizt werden.

Ein weiteres Sparpotenzial sah der Ortsbürgermeister bei der Straßenbeleuchtung. Dort sollte noch mehr darauf geachtet werden, die Schaltzeiten zu optimieren. Allerdings hatte der Ortschaftsrat dazu bereits im Frühjahr Festlegungen getroffen, weitere Änderungen sahen die Räte als nicht notwendig an. So wird jede zweite Lampe spät abends ausgeschaltet und erst am frühen Morgen wieder eingeschaltet, nur die Eck- und Zwischenlampen brennen die ganze Nacht. Wünschenswert wäre es, wenn die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt würde. Dies ist in Quarnebeck schon erfolgt. Im Sommer, vom 1. Mai bis 31. August, ist die Straßenbeleuchtung in beiden Orten komplett ausgeschaltet.

„Auch durch technische Aufrüstung lässt sich Energie sparen“, kündigte Marco Wille an. So sollte es wieder so sein, dass in Wenze beim Heizkreislauf Saal, Jugendraum, Mietwohnung die Heizkörper in Abstellräumen mit Frostschutz aufgefüllt werden, so dass sie abgeschaltet werden können. Abstell- und ungenutzte Räume brauchen dann in den Wintermonaten nicht geheizt zu werden „Wenn wir das alles umsetzen, haben wir schon ganz schön was erreicht“, fasste Ratsmitglied Guido Ostermann die Vorschläge zusammen.

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