Klötzer Bibliotheksleiterin Iris Wienecke freut sich über „tolle Zahlen“ für 2016

Weniger Nutzer, mehr Ausleihen

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Zum Reformationsjubiläum hat Bibliotheksleiterin Iris Wienecke auch Bücher über Martin Luther angeschafft, Renner bleibt aber Belletristik, wie zum Beispiel die Renate Bergmann-Bücher.

Klötze. „Wir haben tolle Zahlen“, freut sich die Klötzer Bibliotheksleiterin Iris Wienecke. In dieser Woche hat sie die Jahresstatistik fertiggestellt, die auch an den Bibliotheksverband weitergemeldet wird.

Der Innenhof der Klötzer Bibliothek bietet mit seinen bunten Sonnenschirmen bei schönem Wetter den perfekten Rahmen für ein unterhaltsames Sommerkonzert.

Das Jahr 2016 verlief für die Klötzer Bibliothek durchweg positiv. Zwar ging die Zahl der aktiven Benutzer zurück, angesichts des Einwohnerrückgangs in der Einheitsgemeinde sei das aber nicht verwunderlich. Auch im vergangenen Jahr konnte sich die Klötzer Bibliothek mit ihrer Außenstelle in Kunrau wieder über Fördermittel vom Land und vom Kreis freuen. „Wir konnten viele neue Bücher anschaffen. Und das macht sich dann auch bei den Entleihungen bemerkbar“, erklärt Iris Wienecke. Denn die Nutzer wollen vor allem aktuelle Bücher lesen, bitten bei Neuerscheinungen häufig in der Bibliothek, dass die Bücher gekauft werden. Einige Wünsche konnte Iris Wienecke erfüllen. Die Bibliotheksleiterin freut sich auch über eine eigene Leistung: Erstmals wurden alle Neuanschaffungen durch Fördermittel noch im laufenden Jahr in den Bestand eingepflegt, informiert Iris Wienecke mit etwas Stolz.

Die Renner bei der Ausleihe in der Bibliothek waren wieder einmal Krimis. „Das neue Buch von Nele Neuhaus „Im Wald“ ging ebenso gut wie der dritte Band von Lucinda Riley „Schattenschwestern“. Und auch die Krimi-Reihe von Nicci French, die nach Wochentagen benannt ist, kommt bei den Klötzer Lesern gut an. „Der böse Samstag ist genau wie seine Vorgänger Montag bis Freitag viel unterwegs“, so Iris Wienecke. „Thriller gehen rauf und runter“, so ihr Fazit zu den Klötzer Lesegewohnheiten. Das Interesse an historischen Geschichten ist ebenso ungebrochen. Insgesamt erlebte die Belletristik in diesem Jahr einen Aufschwung bei den Entleihungen (siehe Infokasten rechts). Häufig wird auch nach unterhaltsamen, lustigen Romanen gefragt. Hit in der Klötzer Bibliothek sind dabei die Renate Bergmann-Bücher „Wer erbt, muss auch gießen“ und „Wir brauchen mehr Schafe“. Bei den Neuerscheinungen des vergangenen Jahres hat Iris Wienecke „Unterleuten“ von Juli Zeh gut gefallen. Auch wenn das Buch in Brandenburg spielt, „das könnte auch in der Altmark handeln“, ist Iris Wienecke sicher.

Bei der Kinder- und Jugendliteratur liegen Comicromane weiterhin ganz im Trend. Nach Gregs Tagebüchern sind es aktuell die Katastrophen von Fred, die bei den jungen Lesern populär sind. Die Kombination von kurzen Texten mit gezeichneten Bildern trifft voll den Geschmack der jungen Leser, weiß Ilka Prager, die die Kinderbibliothek leitet. Bei den Mädchen stehen immer noch Pferdegeschichten hoch im Kurs, die Jungen interessieren sich für Technik, aber auch Fantasygeschichten. Sie werden wohl der neue Trend, vermutet Ilka Prager beim Blick in die aktuellen Werbekataloge der Verlage. Aufgestockt hat sie im vergangenen Jahr aber auch den Bestand an Handarbeitsbüchern, gerade für junge Leser. „Nähen für Mädchen, Styling und Frisuren sind stark gefragt“, so Ilka Prager.

Natürlich kommt auch die Klötzer Bibliothek am Thema Martin Luther und Reformation in diesem Jahr nicht vorbei. Passend dazu sind eine Biografie über den Reformator und ein Sachbuch „Reformation in 24 Stichworten“ neu im Bestand.

Neben der Ausleihe sind Veranstaltungen ein Schwerpunkt der Bibliotheksarbeit. Verschiedene Ausstellungen gab es 2016, stets zu aktuellen Themen oder Jubiläen. „Wir wollen auch 2017 wieder ein Hofkonzert machen“, kündigt Iris Wienecke neben einigen geplanten Lesungen an. Fürs Konzert fehlt aber im Moment noch ein geeigneter Künstler. Dazu möchte sie sich einmal mit René Schneider vom Kulturklub Drömling beraten, ob er eine Empfehlung für das Hofkonzert geben kann. Auch die Programme Bibfit für die Schulanfänger und die Führungen für Schüler werden beibehalten.

Von Monika Schmidt

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