Stadtentwicklungskonzept: Achse Betreuung, Bildung, Sport an der Straße der Jugend gefällt / Sanierungskonzept für Kitas und Schulen

Wenig Potenzial bei Wirtschaft und Wohnen

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Die Achse Betreuung (Senioren-Wohnpark), Bildung (Schulen) und Sport (Hegefeldhalle) im Bereich der Straße der Jugend gefällt den Stadtplanern. Dafür gibt es im Konzept Pluspunkte. Bei der Wirtschaft fehlt den Planern ein fester Ansprechpartner. 

mm Klötze. Das Stadtentwicklungskonzept für die Kernstadt Klötze beschäftigt sich auch mit dem Bereich Soziales, Bildung, Erziehung, Familie und Senioren. Auch dort ist, ähnlich wie beim Freizeitbereich (wir berichteten), die Liste der Defizite lang.

Aufgeführt werden der Fachkräftemangel, der Sanierungsbedarf im Bereich der Kitas, die schlechte Erreichbarkeit des Gymnasiums in Beetzendorf sowie nicht ausreichende Betreuungsplätze für die wachsende Gruppe der Senioren. Insbesondere fehlen Angebote in hoher Qualität und mit differenzierter Ausrichtung, heißt es, Angemerkt wird, dass es zwar feste Einzugsgebiete für Schulen gibt, bei den Kitas aber eine freie Wahl der Einrichtung besteht.

Als Potenzial sehen die Stadtplaner das große Angebotsspektrum an Kindertagesstätten, Schulen und Seniorenbetreuungszentren. Auch die Achse an der Straße der Jugend mit Betreuung, Bildung und Sport habe Potenzial. Ein Handlungsansatz sind stärkere Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in den Einrichtungen.

Angeregt wird eine Qualifizierung der Zusammenarbeit zwischen Kita, Schule und Stadt. Für die Seniorenbetreuung sollte es eine ganzheitliche Koordination geben, in der sich Pflegeheime, Betreutes Wohnen, Tagespflege und häuslicher Pflegedienst wiederfinden.

Ein Punkt, der in keinem Entwicklungskonzept fehlen darf, ist der Blick auf die Wirtschaft. Dabei bemängeln die Macher der Studie, dass es keinen Ansprechpartner für eine qualifizierte wirtschaftsfördernde Beratung vor Ort gibt. Die Suche von Gewerberäumen sei schwierig, Klötze zudem ungünstig erreichbar, da es keinen Bahnanschluss gibt, der ÖPNV schwierig ist und weite Strecken auf der Landstraße zurückgelegt werden müssen. Zudem sei der Ausbau des Funk- und Datennetzes mangelhaft, es fehle der Breitbandausbau. Positiv wird das breite Spektrum an verfügbaren Gewerbeflächen angeführt. Daraus wird gefolgert, dass unbedingt ein Standortmarketing eingeführt werden sollte. Die Unterstützung von Start ups sei dabei ebenso wichtig wie das Führen einer Leerstandskartei für das Gewerbe, der Breitbandausbau sollte durch Abstimmungen mit den Anbietern forciert werden.

Bei der baulichen Entwicklung von Klötze macht das Konzept an städtebaulich wichtigen Punkten in der Altstadt einen hohen Sanierungsbedarf im Gebäudebestand aus. Auch an Kitas und Schulen wird der Sanierungsbedarf als Defizit betrachtet. Bei den vorhandenen Wohnungen fehle die Barrierefreiheit und es mangelt an Bauplätzen. Potenzial sehen die Stadtentwicklungsplaner in der geschlossenen historischen Altstadtstruktur mit ihrem Bestand an Einzeldenkmalen. Es gebe ein breites Spektrum an Gebäudesubstanz und ein Flächenpotenzial im Stadtkern. Als Handlungsansatz wurde entwickelt, dass ein ganzheitliches Flächenmanagement für Klötze nötig ist. Beim Neubau von Einfamilienhäusern müsse schneller Planungsrecht hergestellt werden. Für die Kitas und Schulen sollte ein übergreifendes Sanierungskonzept erstellt werden, in dem auch Kostenschätzungen und Prioritäten aufgeführt werden. Die Barrierefreiheit beim Wohnungsbestand sollte gefördert werden.

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