Fast täglich gibt es neue Informationen zu Adolph Frank und seiner Familie

Zum 150. Todestag von Adolph Frank – Vorbereitungen laufen

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Auf dem Adolph-Frank-Platz an der Klötzer Burgstraße soll Ende Mai im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150. Todestag des Klötzers eine neue Gedenktafel aufgestellt werden.

Klötze. „Je öffentlicher das wird, desto mehr Leute melden sich bei uns mit neuen Erkenntnissen zur Familie Frank“, hat Bürgermeister Matthias Mann festgestellt. Die Vorbereitungen der Stadt Klötze für die Feierlichkeiten zum 150. Todestag von Adolph Frank laufen auf Hochtouren.

Davon hat auch ein Professor Voßwinkel aus Berlin erfahren, der sich bestens mit Paul Frank, dem Sohn des Klötzer Kali-Forschers auskennt. Paul Frank ist der Begründer des Rettungswesens in Berlin und wird dort noch heute hoch geachtet. Der Professor wusste jedoch nicht, dass seine Grabstätte auf dem Friedhof in Charlottenburg noch erhalten ist und bedankte sich beim Klötzer Bürgermeister für die Nachforschungen.

Die Idee, das Wirken Adolph Franks mit einem Zusatzschild am Heubnerweg, der früher seinen Namen trug, zu würdigen, hat die Stadt Klötze inzwischen aufgegeben. Dazu hätten zu viele Formalitäten geklärt und Anträge gestellt werden müssen. „Es gibt ein Gesetz, dass eine Rückbenennung der Straße nicht zulässt“, hatte die Arbeitsgruppe herausgefunden, informierte der Bürgermeister. Aber, und darauf setzen die Organisatoren der Feierlichkeiten stattdessen, eventuell ist es möglich, eine Gedenktafel am früheren Wohnhaus der Familie Frank an der Bismarck-Straße in Berlin anzubringen. „Damit beschäftigt sich nun die Gedenktafelkommission“, berichtete Matthias Mann.

Derweil gehen auch in Klötze die Planungen für die Feierlichkeiten am letzten Mai-Wochenende voran. Sieben Personen der Familie Frank wollen aus Amerika und anderen Ländern an der Feier teilnehmen. Sie werden von Vertretern der Stadt am Flughafen in Berlin abgeholt und nach Klötze begleitet. Dort können sie auf den Spuren ihren Vorfahren unterwegs sein. Die Feierlichkeiten zum Frank-Todestag beginnen dann am Sonnabend, 28. Mai, in Staßfurt, wo von 11 bis 16 Uhr das Kali-Museum und das Gymnasium, das den Namen Franks trägt, besichtigt werden sollen. Auch die Adolph-Frank-Straße, die es in Staßfurt gibt, soll angesehen werden.

Den Sonntag, 29. Mai, verbringen die Familienangehörigen dann in Klötze. Neben der Festveranstaltung im Altmarksaal ist auch eine Würdigung auf dem Frank-Platz am Kreisel geplant. Dort soll eine neue Gedenktafel aufgestellt werden. Als weiterer Gast für die Feierlichkeiten hat sich inzwischen auch Norbert Lazay, Vorsitzender des altmärkischen Heimatbundes, angekündigt. Er wird mit seinem Wissen aus der Geschichte der Altmark die Festveranstaltungen bereichern können.

„Nach jedem Treffen des Arbeitskreises gibt es neue Erkenntnisse“, staunte Matthias Mann über das erfolgreiche Arbeiten der Akteure. „Weltweit tun sich Beziehungen auf“, denn die Familie Frank ist weit verzweigt und hat noch viele Erinnerungen an die Vorfahren. Die Feierlichkeiten enden am Montag, 30. Mai, mit einer Fahrt nach Berlin, wo am Franks Grab in Charlottenburg eine Kranzniederlegung geplant ist. Anschließend reisen die Familienangehörigen wieder ab und die Klötzer fahren mit dem Bus zurück. „Dass sich so viele engagieren, ist wirklich prima“, lobte der Bürgermeister die Mitwirkenden.

Von Monika Schmidt

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