Matthias, Julian und Louis Licht bei Dart-WM

Weltmeister in London live gesehen

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Mit jeder Menge Erinnerungen und bleibenden Eindrücken kehrten die drei Schwarzendammer Julian, Louis und Matthias Licht in die altmärkische Heimat zurück.

Schwarzendamm – „Man muss diese Dart-Weltmeisterschaft einfach einmal live gesehen haben. Es waren sehr beeindruckende Stunden mit einer tollen Atmosphäre“, so fasst der Schwarzendammer Matthias Licht den dreitägigen Ausflug zur Dart-Weltmeisterschaft nach London zwischen den Feiertagen zusammen.

Stolz zeigt Louis Licht die WM-Eintrittskarten.

Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Julian (18 Jahre) und Louis (15) war der Familienvater bereits das zweite Mal in die britische Hauptstadt gereist, um die weltweit besten Dart-Spieler hautnah zu erleben. Auch in diesem Jahr soll es wieder nach Weihnachten mit dem Flieger nach London gehen, um die Welt-Titelkämpfe live zu sehen. Dann soll auch Matthias Lichts Frau Kristin in das Flugzeug steigen und darf an den drei Tagen das Hobby ihres Mannes und ihrer beiden Söhne teilen.

Julian, Louis und Matthias Licht (v.l.) verfolgten die Dart-Weltmeisterschaft in London live.

Bei der 26. PDC-Dart-Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace, von den Fans liebevoll „Ally Pally“ genannt, gehörten die drei Westaltmärker zu den knapp 3.000 Besuchern, die die Achtel- und Viertelfinalespiele live verfolgen. Von den anwesenden Dartfans waren etwa 20 Prozent Holländer, 25 Prozent Deutsche und der Rest einheimische Engländer, berichten die Lichts. Um an die Eintrittskarten im Wert von 64 Pfund, umgerechnet 72 Euro (Familienkarte), zu kommen, hatte Julian Licht im Vorfeld ein Abo-Verkaufsrecht gebucht, um überhaupt die heiß begehrten Tickets zu erhalten. Im Londoner Alexandra Palace konnten die drei Altmärker bei zum Teil guter Stimmung unter den 3.000 Dartfans auch den späteren Weltmeister Michael van Gerwen zweimal live von der Zuschauertribüne verfolgen. „Wir konnten die Dartscheibe zwar nicht direkt sehen, hatten aber einen günstigen Block“, erzählt Matthias Licht und merkt an, dass 2017 die Stimmung in der Halle noch etwas besser war. „Es wurde mehr gesungen und gefeiert“, blicken die drei Schwarzendammer zurück. Sie sahen am 29. Dezember in der Nachmittag- und Abendssession die vier Viertelfinalpartien zwischen Nathan Aspinall gegen Brendan Dolan (5:1), Dave Chisnall kontra Gray Anderson (2:5) sowie Luke Humphries gegen Michael Smith (1:5) und die Partie des neuen Weltmeisters Michael van Gerwen, der den besten deutschen Dartspieler Max Hopp frühzeitig aus dem Rennen warf, kontra Ryan Joyce (5:1). Auch die beiden Halbfinals einen Tag später von Michael Smith gegen Nathan Aspinall (6:3) und von Michael van Gerwen kontra Gary Anderson (6:1) verfolgten die drei Schwarzendammer von der Tribüne aus. Stolz können Matthias, Julian und Louis Licht von sich behaupten, den neuen Dart-Weltmeister, der 500.000 Euro Preisgeld kassierte, live gesehen zu haben, auch wenn die drei Männer das Finale zwischen dem Engländer Michael Smith und dem Holländer Michael van Gerwen (3:7) am Neujahrstag im heimischen Schwarzendamm am Fernseher verfolgten.

Den Besuch in der britischen Hauptstadt nutzten die drei Männer auch, um ihrem zweiten Hobby, dem Fußball, mit einem Stadionbesuch beim FC Chelsea zu frönen.

Denn Fußball spielt neben Dart bei Familie Licht eine wichtige Freizeitrolle. Vater Matthias kickte einst bei Eintracht Immekath erfolgreich und trainiert seit geraumer Zeit die B-Junioren von Eintracht Salzwedel, wo Sohn Louis auf Torejagd geht. Julian Licht steht im Team des Kreisoberligisten TSV Kusey.

Die Dart-Leidenschaft im Hause Licht läutete Vater Matthias einen Tag vor dem Jahreswechsel 2007 ein. Er hatte seine Fußball-Kumpels Thomas Reiche, Sven Könnecke und Holger Reuschel zu einem Vergleich eingeladen. Wechselweise standen die vier Männer in Schwarzendamm und Ristedt vor der Dartscheibe. „Damals war es der Spaß an der Freude“, erinnert sich Matthias Licht. Später kamen seine Kinder Julian und Louis dazu und so messen die beiden Söhne regelmäßig mit ihrem Vater im Partyraum ihr Können an der Dartscheibe. Bei dem familieninternen Wettkampf gewinnt in der Regel fast immer der 18-jährige Julian. Er hat sich auch der seit einigen Wochen neu gegründeten Dartsparte der Sportgemeinschaft Neuferchau angeschlossen. Die jungen Männer wollen demnächst am Wettkampfbetrieb teilnehmen. Nicht nur das plant Julian Licht für die Zukunft als Dartspieler. Für den Schwarzendammer stehen im März zwei Wettkämpfe in Hildesheim und in der Berliner Mercedes-Benz-Arena auf dem Programm. Dort möchte er weit vorne landen.

Von Henning Lehmann

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