„Uns rennen die Mitglieder davon“

Wegen Corona-Pause: Randy Schmidt sorgt sich um Feuerwehr-Nachwuchs in Klötze

Noch ruht die Ausbildung bei den Kinder- und Jugendfeuerwehren wegen Corona. Das sollte sich nach Ansicht von Randy Schmidt aus Jahrstedt bald ändern.
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Noch ruht die Ausbildung bei den Kinder- und Jugendfeuerwehren wegen Corona. Das sollte sich nach Ansicht von Randy Schmidt aus Jahrstedt bald ändern.

Klötze – Sorgen um die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren macht sich der Jahrstedter Ortswehrleiter Randy Schmidt.

Da er auch Mitglied des Klötzer Stadtrates ist, nutzte er die Gelegenheit der jüngsten Sitzung, um seine Sorgen auch öffentlich mitzuteilen: „Die Feuerwehr bleibt auf der Strecke“, stellte er fest.

„Uns rennen die Mitglieder davon, weil wir seit einem halben Jahr keine Kinder- und Jugendarbeit mehr machen“, erinnerte er. Die Folgen von Corona treffen die Wehren besonders stark. Der Nachwuchs, der sich in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, sieht sich nun nach Alternativen zum Beispiel im sportlichen Bereich um, wo das Training schon wieder aufgenommen werden konnte. „Die suchen sich was anderes“, befürchtet Randy Schmidt. Er fragte, ob die Stadt nichts tun könne, damit die Ausbildung des Nachwuchses wieder aufgenommen werden kann.

Bei der Stadtratssitzung vor der Sommerpause hatte Bürgermeister Uwe Bartels informiert, dass in Absprache mit der Stadtwehrleitung die Ausbildung für die Kinder- und Jugendwehren weiter ausgesetzt wird, während die Erwachsenen inzwischen ihren Übungsbetrieb wieder aufgenommen haben. Bei der jüngsten Sitzung teilte der Klötzer Bürgermeister nun mit, dass es bereits Gespräche mit der Stadtwehrleitung gab, um im Nachwuchsbereich wieder aktiv zu werden.

Randy Schmidt bat zudem darum, dass sie Wehren wieder mit voller Einsatzstärke ausrücken dürfen. „Mit halber Kraft zu fahren, ist völliger Nonsens“, erklärte der Jahrstedter. „Das ist kein schönes Arbeiten und macht keinen Spaß.“ Dazu sollte über den Landkreis eine entsprechende Anfrage ans Land gerichtet werden, antwortete Uwe Bartels.

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