Walter lässt die Ohren hängen

Walter lässt die Ohren hängen: Seine Gefährtin, die weiße Eselstute Winnie, musste den Tierpark wieder verlassen.

Klötze - Von Monika Schmidt. Traurig lässt Esel Walter im Klötzer Tierpark Arche Noah die Ohren hängen. „Die weiße Eselstute ist weg“, berichtete Gerd Kirchner im Klötzer Ortschaftsrat. „Wo ist sie hin?“, wollte er wissen.

Seit einigen Wochen wäre die Eselin Winnie nicht mehr zu sehen, hatte der regelmäßige Tierparkbesucher beobachtet. Eine Antwort auf seine Frage konnte er im Ortschaftsrat nicht bekommen. Aber Ortsbürgermeister Klaus Ewertowski versprach, sich zu erkundigen und den Ortschaftsrat zu informieren.

2008 zum Tierparkfest war die Eselin den Klötzern präsentiert worden. „Esel sind doch Herdentiere, da ist Gesellschaft wichtig“, sorgte sich Gerd Kirchner. Zudem hatte er ein wenig auf Eselnachwuchs gehofft und sich bereits erkundigt: „Junge Esel sind sehr begehrt“, berichtete er. So könnte die Stadt eine weitere Einnahmequelle bekommen.

„Die Eselstute war kränklich“, informierte Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers auf AZ-Anfrage. Schon vor ihrer Ankunft im Klötzer Tierpark hatte sie eine Hufverletzung. Diese wollte einfach nicht ausheilen. Da sich Winnie zudem mit dem Tierarzt nicht verstand, musste sie zu jeder Behandlung betäubt werden. Das war zum einen eine Belastung für das Tier, verursachte zum anderen zusätzliche Kosten. Deshalb hat sich die Stadt entschieden, Winnie an einen anderen Halter abzugeben. „Aber Walter soll auf keinen Fall allein bleiben“, bekräftigte Christian Hinze-Riechers. Eine neue Eselstute wird noch gesucht. Wer ein Tier abzugeben hat, kann sich gerne im Klötzer Rathaus melden. Walter würde sich auf jeden Fall wieder über weibliche Gesellschaft freuen.

Gerd Kirchner machte im Ortschaftsrat auf ein weiteres Manko im Tierpark aufmerksam: Die Futterautomaten als weitere Einnahmequelle für die Stadt seien versiegt, berichtete er. Die Automaten seien schon länger kaputt und noch nicht repariert worden, informierte er. „Das wird sicher noch geschehen, ist aber wegen der Mechanik gar nicht so leicht“, beantwortete der Hauptamtsleiter die Frage des Ortschaftsrates.

„Die 50 Cent aus den Futterautomaten waren doch auch ein kleines Zubrot für die Stadt“, erinnerte Gerd Kirchner. Spenden für den Tierpark könnten weiterhin in der Spendenbox am Eingang hinterlassen werden, betonte Ortsbürgermeister Klaus Ewertowski. „Und diese Boxen werden regelmäßig geleert“, bekräftigte Christian Hinze-Riechers.

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