Hohe Holzpreise spülen Geld in die Kassen der Immekather Waldbesitzer

Die Waldsparkasse bringt Zinsen

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Harvester bei der Holzernte: 2012 ließ die Forstbetriebsgemeinschaft Immekath 9000 Festmeter Holz, überwiegend Kiefern, einschlagen.

Immekath. Der Wald ist die Sparkasse des Altmärkers. Und er bringt seit Jahren gute Zinsen. Seit den neunziger Jahren sind die Holzpreise rasant gestiegen, auch der Einbruch im Zuge der Finanzkrise wurde schnell wieder aufgeholt.

2012 nahm die Forstbetriebsgemeinschaft Immekath, in der 593 Hektar Wald von 133 Mitgliedern zusammengefasst sind, durch Holzverkäufe fast 225 000 Euro ein. Diese Zahl nannte Vorsitzender Otto Wesche am Sonnabend bei der Jahreshauptversammlung im Immekather Saal.

Der Brotbaum der Altmark ist die Kiefer. 6000 Festmeter Holzeinschlag waren geplant, am Ende wurde 9000 Festmeter Holz auf 67 Hektar rund um Immekath geerntet und gewinnbringend verkauft. Für das laufende Jahr sind bereits 3000 Festmeter Holzeinschlag in Auftrag gegeben.

Für gute Einnahmen sorgt vor allem auch das Spanplattenwerk in Nettgau. Es zahlte für das Hauptsortiment Kiefer in OSB-Qualität, das etwa die Hälfte des Holzeinschlags ausmacht, 22 Euro pro Festmeter. „Sie kriegen für dieses Sortiment im Bundesvergleich die höchsten Preise“, betonte Helmut Jachalke vom Betreuungsforstamt Westliche Altmark. Für Spanholz gibt es 19 Euro pro Festmeter, Palettenholz schlägt mit 28 Euro, Kieferstammholz mit 58 Euro zu Buche.

„Wer noch vorhat, Holz zu schlagen, sollte diese gute Lage ausnutzen“, riet Jachalke den 133 Mitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaft. Er erinnerte daran, dass immer noch nicht alle Mitglieder die Schneebruchschäden aus dem Dezember 2010 geräumt haben. Auch wenn schon 300 000 Festmeter Schadholz – etwa das Vierfache des normalen Einschlags – aufgearbeitet wurden. „Dort können sich Schädlinge entwickeln“, warnte Wesche. Außerdem sind Waldbesitzer durch das Landesforstgesetz verpflichtet, Kahlflächen ab 0,1 Hektar wieder aufzuforsten und die Aufforstungen mindestens drei Jahre zu erhalten. Die Frist für die Wiederaufforstung laufe am 23. Dezember aus, erinnerte Jachalke.

Von Gerhard Sternitzke

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