Wahrzeichen verschwindet

Einen wunderschönen Blick auf die Purnitzstadt hatte Frank Schneidereit aus Tangerhütte gestern. Allerdings blieb ihm kaum Zeit für einen Rundblick, denn er hatte mit dem Abriss des Schornsteins alle Hände voll zu tun. Stück für Stück wird die Esse in dieser Woche abgetragen.

Klötze - Von Peter Lieske. Stück für Stück schrumpft der etwa 30 Meter hohe Schornstein, der auf dem Gelände des Revierkommissariats Klötze steht.

Die in den 1980er Jahren erbaute Esse macht dem neuen Baukomplex Platz. Zwei Mitarbeiter eines Tangerhütter Unternehmens tragen die Steine des Außenringes und den Schamott im Innern des Schornsteinringes ab. Dabei gehen die Bauarbeiter äußerst vorsichtig vor, denn andere Gebäudeteile des Komplexes dürfen nicht beschädigt werden. Wiederum andere Gebäudeteile auf dem Polizeihof werden im Zuge der Umbaumaßnahmen abgerissen beziehungsweise umgestaltet. So schaffen der Schornstein wie auch das angrenzende Heizhaus Platz für einen neuen Sozialtrakt. 978 000 Euro investiert das Land in die Umbaumaßnahmen. Auf dem Hof sind erste Spuren des Vorhabens zu sehen. Pflastersteine wurden aufgenommen, um Baufreiheit für Abriss- und Umbauarbeiten zu schaffen.

Nach dem Teilabriss eines Flachbaus entstehen im hinteren Teil des Polizeigeländes Garagen und eine Asservatenkammer, erläuterte gestern der Leiter des Revierkommissariats, Michael Pleuß.

Ziel ist es, künftig nur noch aus Sicht der Breiten Straße den rechten, neueren Trakt zu nutzen. Dieser wurde erst vor wenigen Jahren komplett saniert. Dieses so genannte Haus 2 wird das zentrale Gebäude des Revierkommissariats. Entsprechend erhält der Bau einen neuen Haupteingang.

Der alte Gebäudekomplex, das 1907 erbaute Königliche Amtsgericht, wird nach Abschluss der Bauarbeiten nicht mehr genutzt. Das Land will den historischen Bau veräußern.

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