Denkmalpflege redet bei Parkgestaltung in Klötze mit

Ohne Zaun keine Genehmigung

Der Gaus‘sche Park in Klötze wird von einem maroden Zaun begrenzt.
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Der Zaun um den Gaus‘schen Park in Klötze soll nach dem historischen Vorbild neu errichtet werden.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Zum ersten Mal wurde im Klötzer Stadtrat der aktuelle Stand der Gestaltung für den Gaus‘schen Park vorgestellt.

Klötze – Henry Hartmann (CDU-Fraktion) brachte es am Ende im Stadtrat auf den Punkt: Er bedankte sich bei Babett Riel vom Sanierungsträger Saleg, die den Stadträten am Rande ihres Vortrags den aktuellen Stand zum Gaus’schen Park in Klötze präsentierte. „Das ist das erste Mal, dass das Projekt so vorgestellt wurde“, bedankte er sich. Die Klötzer Stadträte haben sich zwar schon einige Male mit dem Thema beschäftigt, konkret erfuhren sie bislang aber nicht, was gemacht werden soll. 258000 Euro stehen aus dem Stadtumbau an Fördermitteln zur Verfügung. Das Geld wird nicht reichen, deshalb sollen weitere Mittel von der Triftstraße umgewidmet werden. Die Straße wird nicht in dem Maße ausgebaut, wie ursprünglich beantragt, erklärte Babett Riel weiter. „Der Denkmalpflege war der Zaun wichtig, in Anlehnung an das historische Vorbild“, teilte die Saleg-Mitarbeterin den Stadträten mit. Deshalb soll er unbedingt wieder aufgebaut werden. Die Stadt hatte eigentlich auf einen Zaun für die Parkanlage verzichten wollen. Es reiche auch nicht, den Zaun nur an der Bahnhofstraßenseite wieder zu errichten, der Gaus’sche Park soll damit komplett umfriedet werden. Das erhöht die Kosten, denn die Denkmalpflege hat auch ganz genaue Vorstellungen davon, wie der Zaun aussehen soll. Im hinteren Bereich einen Stabmattenzaun zu errichten, um die Kosten zu reduzieren, genehmigte die Behörde nicht. „Es gibt eine komplette Einfriedung mit der Neuinterpretation des historischen Zauns“, erklärte Babett Riel. Daran gebe es nichts zu rütteln.

Naturnahe Spielmöglichkeit

Grundsätzlich, so stellte Babett Riel fest, handelt es sich beim Gaus’schen Park ja nicht um eine Riesen-Parkanlage. Quer durch den Park ist ein Weg als Achse vorgesehen, der dem nachempfunden ist, wie es früher war. Es werde ein Freiraum um das Privatgelände gelassen, ebenso bei der hinteren Zufahrt. Der alte Baumbestand soll stehen bleiben. In der Mitte des Parks soll ein Blumenbeet entstehen, ringsherum werden Bänke aufgestellt. Auch eine Beleuchtung ist geplant. Einen richtigen Spielplatz, wie ursprünglich angedacht, wird es nicht geben. Stattdessen können die Kinder auf Bäumen und Steinen herumklettern, so dass es einen naturbelassenen Spielplatz gibt, der keine Pflege benötigt. Auch Papierkörbe werden aufgebaut, sowie zwei Tore: Ein Zugang von der Straße am Wall und einer von der Bahnhofstraße sollen entstehen. Der Weg wird mit einer „wassergebundenen Decke“ hergestellt, da eine Pflasterung nicht genehmigt wurde.

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