Lkw sollen Gewerbegebiet über die Runow-Straße anfahren

„Vom Krach umringt“ in Kusey

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Der Bahnübergang ins Gewerbegebiet bringt für die Anlieger eine zusätzliche Lärmbelästigung. Karin Schulz regte an, dass Lkw über die Alfred-Runow-Straße fahren sollten.

Kusey. „Es geht um unsere Sicherheit“, sagte Karin Schulz am Dienstagabend in der Einwohnerfragestunde des Kuseyer Ortschaftsrates.

Auch sie brachte das Anliegen vor, auf das zuvor schon Ortschaftsratsmitglied Wolfgang Mosel eingegangen war: Er wiederholte seine Forderung, die Landesstraße im Abschnitt zwischen Friedensstraße und Grüner Weg grundhaft auszubauen.

Bis das passiert – und der Leiter der Landesbaubehörde Manfred Krüger hatte bereits angekündigt, dass in Abschnitten saniert werden soll – will Mosel im Kreistag Tempo 30 beantragen. Dieses Anliegen unterstützte Karin Schulz. Auch wegen der neuen Bushaltestelle in Kusey-Süd. „Aber man will ja auch mal zum Nachbarn rübergehen und erzählen und dabei nicht überfahren werden“, gab sie einen ganz praktischen Hinweis. Denn die Geschwindigkeit der Vorbeifahrenden sei sehr hoch. Wenn dann noch die Senke vor dem Ortsbüro umfahren werde und sich die Fahrzeuge plötzlich auf der anderen Straßenseite befinden, sei es doppelt gefährlich für die Fußgänger.

Die Entscheidung über das Tempolimit fällt der Kreis, die über den Ausbau das Land. „Mir ist egal, wer der Ansprechpartner ist“, forderte Karin Schulz auch vom Ortschaftsrat Engagement. „Ihr sollt mich vertreten“, gab sie den Räten mit auf den Weg. „Und das wollen wir auch tun“, versicherte Ortsbürgermeister Klaus Vohs. „Ich werde den Antrag am 22. Februar im Kreistag stellen“, kündigte Wolfgang Mosel, der auch Kreistagsmitglied ist, an.

Karin Schulz regte zudem an, den Kuseyer Park in Ordnung zu bringen und dort Bänke für die Spaziergänger aufzustellen. „Das ist ein Ruhepol im Ort“, erinnerte sie. Für Ältere sei sonst nichts vorhanden, um vor dem „Krach“ an der Hauptstraße zu flüchten.

„Man kommt kaum über die Straße, so viele Lkw fahren dort“, hat Karin Schulz festgestellt. Ganz besonders schlimm sei die Situation am Bahnübergang ins Gewerbegebiet. Während der Bahnübergang an der Landesstraße Richtung Röwitz zurückgebaut wurde, holpern ins gut ausgelastete Gewerbegebiet täglich zahlreiche schwer beladene Lkw über die noch im Straßenkörper liegenden Gleise. „Die Lkw sollten über die Alfred-Runow-Straße fahren und nicht über den geflickten Bahnübergang“, fordert die Anwohnerin eine Verkehrsregelung. „Es ist nicht mehr zu ertragen“, stellte Karin Schulz auch im Namen ihrer Nachbarn fest. „Man ist vom Krach umringt“, so ihr Fazit.

Von Monika Schmidt

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