Nur noch SB-Center

Volksbank-Filiale in Kusey schließt zum 30. September

Nur noch bis 30. September gibt es in der Kuseyer Geschäftsstelle der Volksbank Südheide-Isenhagener Land-Altmark (Sila) Öffnungszeiten und Beratung. Danach wird die Filiale in ein SB-Center umgewandelt, die persönliche Betreuung übernimmt die Geschäftsstelle in Klötze.
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Nur noch bis 30. September gibt es in der Kuseyer Geschäftsstelle der Volksbank Südheide-Isenhagener Land-Altmark (Sila) Öffnungszeiten und Beratung. Danach wird die Filiale in ein SB-Center umgewandelt, die persönliche Betreuung übernimmt die Geschäftsstelle in Klötze.

Klötze / Kusey – Die Kuseyer Volksbank-Filiale wird zum 30. September geschlossen. Diese Nachricht erfuhren die Kunden am Dienstagnachmittag per Post von der Volksbank Südheide-Isenhagener Land-Altmark (Sila).

„Ab diesem Termin werden wir die Geschäftsstelle als reinen SB-Center betreiben“, informiert Vorstandsmitglied Markus Creydt.

Die Kunden werden von der Klötzer Geschäftsstelle aus betreut oder werden auf Wunsch auch zu Hause von ihren Bankberatern aufgesucht, betont das Vorstandsmitglied zur Änderung der Filialstruktur.

In der Kuseyer Geschäftsstelle werden von der Volksbank bislang etwa 1000 Kunden betreut, 800 von ihnen haben dort ein Girokonto. Für die Kunden aus Kusey wird die Umstellung nicht allzu groß, hoffen die Verantwortlichen. „Auch bisher haben schon vielfach Gespräche, zum Beispiel bei individuellem Beratungsbedarf, in Klötze stattgefunden“, teilt Olaf Genth, Pressesprecher der Volksbank Sila auf AZ-Anfrage mit. Bei der Betreuung von Firmenkunden sei es außerdem schon lange Praxis, so betont er, dass die Berater ihren Kunden in dem jeweiligen Betrieb aufsuchen. „Aber auch in der Privatberatung, zum Beispiel bei einer Baufinanzierung, wird der Beraterbesuch zu Hause immer mehr nachgefragt“, erklärt Olaf Genth weiter.

Die Mitarbeiter der Volksbankfiliale in Kusey verstärken in Zukunft das Kompetenzcenter in Klötze. „Dies haben sie auch vorher schon, wenn Kusey nicht geöffnet war“, teilt Olaf Genth weiter mit. Die frühere Geschäftsstellenleiterin von Kusey, Martina Lindner, hat bereits die Leitung der Geschäftsstelle in Beetzendorf übernommen, teilt er weiter mit.

Als ein Grund für die Änderung der Filialstruktur geben die Mitglieder des Volksbank-Vorstandes das „massiv geänderte Kundenverhalten“ in den vergangenen Jahren an. So gebe es den „klassischen Schalterkunden“, wie man ihn von früher kennt, nicht mehr. Die meisten Bankgeschäfte werden am SB-Terminal, beim Online-Banking oder über die Telefonfiliale erledigt. Vorteil von SB- und Online-Angebot sei, dass sie rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Beim bedienten Service in den Filialen werde dagegen seit einigen Jahren ein stetiger Rückgang verspürt. „Wir halten unser Serviceangebot in den Geschäftsstellen so lange wie möglich aufrecht. Aber wenn es nicht mehr in Anspruch genommen wird, müssen auch wir irgendwann die Konsequenz daraus ziehen“, informierte Markus Creydt. Die Mitarbeiter aus dem Service würden außerdem dringend für die Beratungen benötigt.

Wenn die Zahl der Kunden am Schalter zurückgeht, sind dann auch die Geschäftsstellen in Klötze und in Oebisfelde von Schließung bedroht?, fragte die AZ beim Pressesprecher der Volksbank nach. „Aktuell gibt es keine weiteren Planungen“, antwortet Olaf Genth. Dennoch müsse sich das Unternehmen laufend mit der Wirtschaftlichkeit der Standorte beschäftigen. Dies geschehe in der Regel einmal im Jahr. „Dabei werden neben den reinen betriebswirtschaftlichen Faktoren auch Elemente wie die Intensität der Nutzung, das weitere Umfeld und die Entwicklung insgesamt berücksichtigt“, erläutert Olaf Genth. Es gelte ganz klar festzuhalten: „So lange unser Serviceangebot vor Ort intensiv genutzt wird, gibt es keine Notwendigkeit, am Bestand etwas zu ändern“, betont der Volksbank-Pressesprecher gegenüber der AZ.

VON MONIKA SCHMIDT

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