Tulpensonntagsumzug sah nicht nur Gäste aus der Altmark

Völkerverbindend

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Im Spalier der Prinzengarde: Das Klötzer Prinzenpaar Anika Heimbockel und Guido Koch betrat als erstes den Altmarksaal.

Klötze. Nicht nur aus Klötze und der gesamten Altmark kamen zum gestrigen Tulpensonntagsumzug die Schaulustigen, um gemeinsam mit den Jecken aus Klötze, Immekath, Neuferchau, Kakerbeck, Bismarck und Brüchau zu feiern.

Auch zwölf Gäste aus dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Syrien, die seit drei Monaten in Deutschland leben, genossen das bunte Spektakel in den Straßen der Purnitzstadt in vollen Zügen – dank Karl-Heinz Friedrichs, der für die in Apenburg wohnenden Flüchtlinge einen Bus organisiert hatte. Finanziell unterstützt wurde die Aktion von der Kirche – nachdem das Apenburger Original, wie es im AZ-Gespräch erklärte, zuvor beim Altmarkkreis auf taube Ohren gestoßen war. „Wenn ich diese großen braunen Kinderaugen sehe, weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe“, freute sich Friedrichs zum Ende des Umzug. Im Anschluss wurde die gelebte Willkommenskultur im Klötzer Altmarksaal fortgesetzt.

Von Matthias Mittank

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