Neue Friedhofssatzung liegt in Klötze vor

Varianten sorgen für Verwirrung

Urnengräber mit Namensplatten, die in den Rasen eingelassen sind,
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Rasenurnengräber könnten künftig auch auf den Friedhöfen in der Einheitsgemeinde Klötze angeboten werden.
  • Monika Schmidt
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Nach Jahren liegt in Klötze ein Entwurf für eine neue Friedhofssatzung vor. Die Ortschaftsräte haben dazu viele Fragen.

Klötze / Neuferchau – Viel Unklarheit herrscht in den Ortschaftsräten der Einheitsgemeinde Klötze zur neuen Friedhofssatzung, über die sie beraten sollen. Denn so ganz klar ist nicht, was für Beschlüsse die Ortschaftsräte fassen sollen. Es werden wohl noch mehrere Beratungen nötig sein, bis die Vorlage beschlussreif ist. Von der Verwaltung wurde die Zeitschiene für die Beschlüsse der Ortschaftsräte inzwischen schon verlängert, wusste Stadtratsmitglied Henry Hartmann. So sei die Beratung vom Hauptausschuss auf die Sitzung am 13. Oktober verschoben worden. Die Ortschaftsräte sollen nun bis zum 11. Oktober einen Beschluss zu der Satzung fassen.

Nur wie dieser Beschluss ausfallen soll, darüber sind sich die Ortschaftsräte nicht im Klaren. In Neuferchau stellte Ortsbürgermeisterin Heidelore Hanner die vier vorliegenden Varianten vor. „Keiner weiß, was für welchen Ort gilt“, machten die Ortschaftsräte auf ihre Verwirrung aufmerksam. Neben den bisherigen Bestattungsmöglichkeiten könnte es künftig auch die teilanonyme Bestattung, die Baumbestattung und die Rasenurnengrabstätte auf den Friedhöfen der Einheitsgemeinde geben. Was die Neuferchauer verwirrte: In den Satzungen ist jeweils nur eine der neuen Formen aufgenommen. „Müssen wir uns für eine Variante entscheiden? Oder können wir, wie die Immekather, für alle Varianten sein? Gilt die Satzung dann nur für Neuferchau oder für die gesamte Einheitsgemeinde?“ Es gab viele Fragen, die unbeantwortet blieben. Deshalb sahen sich die Neuferchauer auch nicht in der Lage, am Abend schon einen Beschluss zu fassen. Es gab noch zu viel Klärungsbedarf. Auch zu anderen Punkten in der neuen Satzung, zumal die neuen Gebühren bei der Diskussion noch gar keine Rolle spielten.

Verwaltung soll erklären

Einige Fragen will die Neuferchauer Ortsbürgermeisterin im Hauptausschuss schon mal stellen. Andere soll die Verwaltung vor Ort beantworten. Denn der Ortschaftsrat verständigte sich darauf, dass zur nächsten Sitzung, die relativ bald stattfinden soll, die Verwaltung eingeladen wird, um die offenen Fragen zu beantworten. „Wenn mehrere Ortschaftsräte Fragen haben, kann es auch gerne einen gemeinsamen Termin für die Orte geben“, schlugen die Neuferchauer vor. „Wir können heute noch nichts beschließen, sondern müssen uns das von der Verwaltung noch mal erläutern lassen“, zog Heidelore Hanner ein Fazit der Diskussion.

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