Lieder über das Leben: Jon Flemming Olsen riss das Publikum im Kunrauer Schlosskeller mit

Mit viel Witz und Charme

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Jon Flemming Olsen war im Kunrauer Schlosskeller mit viel Spielfreude und Spaß bei der Sache. Mehrere Instrumente gleichzeitig spielen – für den vielseitigen Künstler kein Problem.

Kunrau. Einen weiteren kulturellen Coup konnte der Kultur Klub Drömling (KKD) um Organisator René Schneider am Freitagabend im Kunrauer Schlosskeller präsentieren.

Mit seinem Programm „Von ganz allein“, so lautet auch der Titel seiner neuen CD, stand Jon Flemming Olsen auf der Schlosskellerbühne.

Musikalisch bekannt geworden ist der Künstler durch die von ihm gegründete Band „Texas Lightning“ und den Nummer-Eins-Hit „No No Never“, mit dem die Gruppe am Eurovision Song Contest teilnahm. Das Lied hielt sich 38 Wochen in den deutschen Musikcharts. Inzwischen startete Jon Flemming Olsen eine Solo-Karriere. Die erste CD „Immer wieder weiter“ erschien 2014, in diesem Jahr veröffentlichte er seine neue CD „Von ganz allein“, auf der alle Lieder aus der eigenen Feder entstanden.

In Kunrau präsentierte der vielseitige Künstler Lieder von seinen beiden Solo-CDs. Zwischendurch erzählte er mit Witz und Charme über das Leben im Allgemeinen und auf dem Land, in der Einsamkeit im Speziellen, über die Entstehung der Lieder und die Geschehnisse in unserem Land.

Das Publikum war begeistert und klatschten und sang bei vielen Liedern mit.

Sehr beeindruckt zeigte sich der 52-Jährige über das Engagement des Kulturklubs und die faszinierende Kulisse das Kunrauer Schlosses. „Ich habe gleich ein paar Fotos gemacht, doch leider konnte ich sie nicht posten, es gibt hier kein Netz“, verriet der Musiker, der auch von seinen Reisen nach Amsterdam und Kopenhagen erzählte, auf denen viele Lieder entstanden sind. Mit seiner Frau lebt der gebürtige Düsseldorfer an einem einsamen Ort an der Ostsee. Auch das ist ein Thema für ein Lied. „Die Jugend, es gibt dort tatsächlich junge Menschen, die (noch) nicht weg können, die treffen sich jeden Abend an einem großen Stein. Als in der Stadt aufgewachsener Mensch habe ich dort erst mal gesehen, wie wichtig Straßenlampen sind, damit man die Dunkelheit ertragen kann.“ Den anwesenden Müttern widmete er ein Lied und auch den unbedeutenden Orten/ Städten, in denen man im Hotel übernachtet und die man am nächsten Morgen, gerne und schnell wieder verlässt.

Legten einen Walzer aufs Parkett: Karin Riemann und Siegrid Berg.

Gleich zweimal entschlossen sich Karin Riemann und Siegrid Berg ganz spontan einen Walzer aufs Parkett zu legen, nachdem Jon Flemming Olsen meinte, dass er tanzende Paare bei seinen vorgetragen Walzern besonders toll fände. Von Anfang an machte das Publikum toll mit, ob klatschend oder laut singend. Was meinte der Künstler dazu? „Stellt euch vor, ihr kommt nach Hause und sagt, ich war bei einem Konzert und habe mitgesungen, das ist doch viel toller, als wenn ihr sagen müsstet, ich war bei einem Konzert und habe nicht mitgesungen“. Natürlich ging auch an diesem Abend nichts ohne Zugabe.

Von Wolfram Weber

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