Verbindungsweg für jeden öffnen

Ortschaftsrat fordert gleiches Recht für alle Verkehrsteilnehmer

Der Ortschaftsrat möchte den ländlichen Weg öffnen.
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Der ländliche Weg von Siedentramm nach Hohenhenningen soll geöffnet werden.
  • Birgit Stephani
    VonBirgit Stephani
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Neuendorf / Lockstedt – Viele Verkehrsteilnehmer nutzen ihn als Abkürzung. Offiziell ist das aber nicht erlaubt. Die Rede ist vom ländlichen Weg zwischen Hohenhenningen und Siedentramm. Der knapp zwei Kilometer lange Weg ist ausschließlich für Anlieger sowie Land- und Forstfahrzeuge freigegeben. Außerdem dürfen Betriebs- und Versorgungsdienstfahrzeuge den Abschnitt befahren. Genau das möchte der Ortschaftsrat von Neuendorf jetzt ändern. Die Strecke soll seiner Meinung nach auch für den normalen Autoverkehr freigegeben werden.

Dazu habe es bereits Gespräche mit der Stadt gegeben, konnte Ortsbürgermeisterin Daniela Beckmann am Montag berichten, als das Gremium im Ortsbüro von Lockstedt zur Sitzung zusammenkam. Diese seien allerdings bislang ergebnislos gewesen. Aus diesem Grund entschloss sich der Ortschaftsrat, jetzt einen Antrag an den Stadtrat zu stellen, der den Sachverhalt prüfen soll.

Gerade im Moment werde der Weg verbotenerweise von Verkehrsteilnehmern genutzt, die aufgrund der Sperrung der B 71 bei Winterfeld nach Schleichwegen suchen. Diese Tatsache sei auch der Grund, weshalb die Polizei an der Stelle vermehrt kontrolliere und immer wieder Verkehrsteilnehmer antreffe, die den Weg nutzen, obwohl es nicht erlaubt ist. Auch wenn dieses durchaus berechtigt sei, so empfinden es die Mitglieder des Ortschaftsrates doch als eine Art „Wegelagerei“. Der Vorschlag des Ortschaftsrates lautet daher, den ländlichen Weg für Fahrzeuge bis zu 5,5 Tonnen zu öffnen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sollen diese dann den Weg offiziell befahren dürfen.

Die Öffnung des Weges ist aus Sicht des Ortschaftsrates schon deswegen ein ernst zu nehmendes Thema, da die Bitumenstraße aus Fördermitteln gebaut worden sei und ursprünglich eine schnelle Verbindung darstellen sollte. Doch irgendwann wurde der Weg für den öffentlichen Verkehr gesperrt, schwere Landmaschinen dürfen ihn aber weiterhin befahren. Das empfindet der Ortschaftsrat als ungerecht und fordert „gleiches Recht für alle“.

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