Schon wieder Bank gestohlen und Lagerfeuer im Kiesbett angezündet / Einigung mit dem Kreis

Vandalen an der Wassertretstelle

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Dass mitten in den Kieselsteinen vor der Wassertretstelle in Schwiesau ein Lagerfeuer gemacht wurde, ärgert Wilfried Schielke und seine freiwilligen Helfer. Die Initiatoren bitten die Besucher eindringlich darum, das Geschaffene sorgfältig zu behandeln.

Schwiesau. Den ganzen Nachmittag lang waren sie gestern wieder im Einsatz: Dr. Wilfried Schielke und seine freiwilligen Helfer, die sich um die Schwiesauer Wassertretstelle kümmern.

Denn sie rechnen damit, dass der Erholungspunkt am Schwiesauer Stausee auch zu Himmelfahrt am morgigen Donnerstag ein beliebtes Ausflugsziel für die Herrentagsradler sein wird. Dabei appelliert Wilfried Schielke aber an die Besucher, sich ordentlich zu benehmen. „Wir haben große Probleme mit Vandalismus und unerlaubter Müllentsorgung“, berichtet der Klötzer im AZ-Gespräch. Er bittet die Nutzer, doch ihre Reste vom Grillen und vom Picknick wieder mitzunehmen. Inzwischen hat der Klötzer nämlich schon eine stattliche Ladung an Müll eingesammelt, die hinter den Schutzwänden zurückgelassen wurde.

Entsetzt sind die Initiatoren der Wassertretstelle, dass Vandalen unmittelbar vor dem Geländer zum Wasser auf den Kieselsteinen ein Lagerfeuer gemacht haben. „Das ist wirklich nicht der richtige Platz dafür“, bittet Dr. Schielke darum, das Geschaffene sorgfältig zu behandeln. Die kalte Asche aus den Steinen herauszukratzen, war kein Vergnügen. Ebenso empört sind die Helfer, dass schon wieder eine Bank aus der Sitzgruppe gestohlen wurde. „Dadurch entsteht jedes Mal auch ein materieller Schaden“, erinnert Schielke, dass in die Einrichtung auch viel privates Geld geflossen ist.

Zu Himmelfahrt wird der Klötzer vor Ort sein, um auf die Einhaltung von Ordnung und Sauberkeit zu achten, kündigt Dr. Schielke an. Er freut sich über jeden Besucher, der zum Wassertreten oder Picknicken in die idyllische Anlage kommt. Aber es sollte nichts kaputt gemacht werden.

Es gibt aber auch positive Nachrichten aus Schwiesau: Die Initiatoren um Wilfried Schielke verständigten sich bei einem Vororttermin mit dem Leiter des Salzwedeler Umweltamtes, dass der Windschutz an der neuen Sitzgruppe stehen bleiben kann. Das Plexiglas mit seinen Metallverstrebungen muss allerdings verdeckt werden. Dazu schichteten die freiwilligen Helfer gestern einen Holzstapel auf. An den Seiten kann das Glas weggenommen werden, weil es von dort nicht so zieht. Dass es eine Einigung mit dem Altmarkkreis gab, ist vor allem dem Klötzer Bürgermeister Matthias Mann zu verdanken, lobt Wilfried Schielke. Dieser habe sich energisch für die Einrichtung in Schwiesau eingesetzt und hart um den Kompromiss gerungen. „Ohne ihn hätte es wohl keine Einigung gegeben“, vermutet Dr. Schielke. Er freut sich, dass das Kleinod weiter ein Anziehungspunkt für die Ausflügler in der Region bleiben kann. Deshalb ist es für ihn auch selbstverständlich, mit seiner Truppe die regelmäßige Pflege der Anlagen zu übernehmen. „Wir wollen doch auch, dass alles gut aussieht.“

Von Monika Schmidt

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