Bis Januar dauern Arbeiten an der Sekundarschule an / Praktisch bezogener Unterricht im Keller

Unterricht auf der Baustelle

Die neue Küche ist ein Schmuckstück geworden. Nach dem Umzug in die neuen Räume gibt es eine Menge zu tun. Schüler der Klasse 7a legten gestern Handtücher zusammen.

Klötze. Seit Juni ist die Sekundarschule in Klötze eine Baustelle. Staub, Lärm und Baugeräte – die Bedingungen sind schwierig. Umso mehr lobte Schulleiter Jörg Kägebein gestern die Schüler. Sie haben sich der Situation gut angepasst.

Aber auch die Lehrer und Mitarbeiter der Schule kommen mittlerweile mit den Bedingungen gut zurecht. Das gute Miteinander sei aber auch den Bauarbeitern geschuldet, die mit viel Rücksicht ihrer Arbeit nachgehen.

Die Farbgestaltung ist inzwischen deutlich geworden. Der Farbton an den Wänden ist den Türgriffen angepasst. Der Flur im Erdgeschoss ist in Rot und der in der oberen Etage in Gelb gehalten. Während die Maler im Flur der oberen Etage so weit fertig sind, kann der zweite Teil des Flures im Erdgeschoss ab Montag wieder genutzt werden. In der zweiten Etage weisen grüne Türgriffe auf den künftigen Farbton hin. Dieser Flur wird aber erst später gemalert. Der Grund: Er dient als Abstellraum für die Möbel der Aula, denn diese wird derzeit grundhaft saniert. Ein neuer Fußboden musste eingebaut werden. Der alte Estrich wurde entfernt und neuer gegossen. Dieser bindet derzeit. Am Montag kann dort mit den Malerarbeiten begonnen werden. Zunächst muss noch der Putz an einigen Stellen erneuert werden. Neue Heizkörper wurden installiert. „Das wird eine schöne Aula“, ist sich der Schulleiter sicher. Die alten Bilder mit Motiven aus der Heimat werden dort nicht mehr angebracht. Dafür wird die Wand neu gestaltet. Sind die Malerarbeiten fertig, kommt ein neuer Fußboden hinein. Die Decke war schon vor einigen Jahren erneuert worden.

Sobald die Möbel wieder in die Aula zurückgebracht werden können, wird auch mit dem Malern des verbleibenden Flures begonnen.

Die Schüler finden seit Anfang des Monats ideale Bedingungen für den praktischen Unterricht vor. Ob Hauswirtschaft oder Technik, ob Kurse in Metall- und Keramikarbeiten sowie im Planen, Bauen und Gestalten – sämtliche Kellerräume sind auf praktische Tätigkeit ausgerichtet. Dort ist auch das neue Schülercafé untergebracht, das von einer Mitarbeiterin betreut wird. Außerdem befinden sich dort ein Klassenraum für den theoretischen Unterricht für die Praxisfächer und ein Feucht-Nass-Raum. In diesem werden Tücher und Decken sowie alle Stoffe, die im Unterricht benötigt werden, gewaschen und gebügelt. Zum einen lernen die Schüler den Umgang mit der Waschmaschine, zum anderen erreicht die Schule damit einen Einspareffekt, machte Jörg Kägebein deutlich.

Im Januar sollte der zweite Bauabschnitt im Wesentlichen beendet sein. Am 28. Januar lädt die Sekundarschule zum Tag der offenen Tür ein. Dann werden nicht nur wie gewohnt die künftigen Fünftklässler, sondern auch Eltern, ehemalige Schüler wie auch Interessierte erwartet, die sich im rundum sanierten und verschönerten Schulgebäude umsehen können.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten dann aber immer noch nicht, denn im Sommer steht noch der dritte Bauabschnitt an. Dann soll die Außenfassade im hinteren Teil des Schulkomplexes saniert werden. Außerdem wird der Schulhof neu gestaltet. Insgesamt wird in die Sanierung der Sekundarschule Klötze, mit der 2010 begonnen wurde, eine Million Euro investiert.

Von Peter Lieske

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