Grundstückseigentum am Radweglückenschluss Nesenitz weiter ungeklärt

„Das ist unser Sorgenkind“

Radwegende: Das Schild am Abzweig Nesenitz wird wohl noch eine Weile stehenbleiben. Es gibt immer noch offene Grundstücksfragen, um an der L 19 bis nach Klötze den Radweglückenschluss zu bauen.
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Radwegende: Das Schild am Abzweig Nesenitz wird wohl noch eine Weile stehenbleiben. Es gibt immer noch offene Grundstücksfragen, um an der L 19 bis nach Klötze den Radweglückenschluss zu bauen.

Klötze – In diesem Jahr wird es wieder nichts mit dem Lückenschluss des Radwegs zwischen Klötze und Beetzendorf an der L 19. „Das ist wirklich unser Sorgenkind“, räumt Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter der Landessstraßenbaubehörde in Stendal, ein.

Seit Jahren bemüht sich seine Behörde darum, die offenen Eigentumsfragen zu klären. Doch das erweist sich als viel mühsamer, als zunächst vermutet. Denn es handelt sich bei den fehlenden Bauerlaubnisverträgen um Erbengemeinschaft mit vielen Mitgliedern, deren Adressen nur unter großen Schwierigkeiten ermittelt werden können. Das ganze Verfahren ist sehr zeitaufwendig und kommt nicht so richtig voran.

Dennoch ist Manfred Krüger optimistisch, dass irgendwann der fehlende Abschnitt des Radweges vom Klötzer Ortsausgang bis zum Abzweig nach Nesenitz gebaut werden kann. „Ich stelle das Geld dafür jedes Jahr wieder in den Haushalt ein“, versichert er. „Wenn ich dann sehe, dass es in dem Jahr wieder nichts wird mit dem Bau, dann gebe ich die Gelder wieder frei für andere Maßnahmen“, erklärt der Behördenleiter das Verfahren, das schon seit einigen Jahren von ihm so praktiziert wird.

Jedes Jahr zu Jahresbeginn gibt es so wieder Hoffnung für den Lückenschluss, jedes Jahr zur Jahresmitte zerplatzt diese Hoffnung wieder. Im November vergangenen Jahres hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Barth noch einmal Druck gemacht und an die inzwischen fast 30-jährige Geschichte des Radwegbaus erinnert. Geholfen hat es nichts, denn so lange die Grundstücksfragen nicht geklärt sind, kann das Land die Bauarbeiten nicht in Auftrag geben. Die fehlenden zwei Kilometer Radweg sind die Baumaßnahme beim Land, die die längste Zeit in der Schublade auf eine Umsetzung warten muss. Aufgegeben werden soll das Vorhaben aber nicht, betont Manfred Krüger schon seit einigen Jahren.

Der Radweg entlang der L 19 sollte ursprünglich vor allem dafür dienen, den Kindern aus Klötze, die in Beetzendorf das Gymnasium besuchen, eine sichere Fahrt mit dem Rad zu ermöglichen. Zumindest von Nesenitz bis Beetzendorf ist das auf dem Radweg möglich. Als Alternative für den fehlenden Radweg entlang der befahrenen Landesstraße bietet sich das Ausweichen von Klötze über die Poppauer Straße und Klötze-Nord für die Radfahrer an.

VON MONIKA SCHMIDT

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