Arbeitseinsatz der Naturparkverwaltung im Drömling mit vielen ehrenamtlichen Helfern

Ungepflegte Bäume werden kopflastig

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50 fleißige Helfer waren nach Breitenrode gekommen, um am Bauerndamm Weiden zu pflegen. Das Strauchwerk wurde von den Angehörigen der Lebenshilfe an den Wegrand gepackt.

reh Buchhorst. Gräben sowie Seitenbereiche von abgelegenen Straßen und Wegen sollen attraktiver für Wiesenbrüter, Insekten und andere Tiere werden und bessere Lebensbedingungen vorhalten. Das kann durch Auslichtung von Büschen und Bäumen erreicht werden.

Aus diesem Grund rief die Naturparkverwaltung Drömling auch in diesem Jahr wieder alle Freiwilligen, interessierten Bürger und Junior-Ranger zu einer gemeinsamen Weidenpflegeaktion auf.

Über 60 Erwachsene und Kinder, davon 30 Frauen und Männer aus den Wohnheimen der Lebenshilfe Altmark West in Mieste, Zienau und Gardelegen, kamen nach Breitenrode, um gemeinsam mit den Mitarbeitern der Naturparkverwaltung Drömling am Bauerndamm Weiden zu pflegen.

Dieser gemeindeeigene Weg spielt der in der touristischen Erschließung eine große Rolle. Denn dort kommen viele Radfahrer und Wanderer vorbei, um sich vom Alltag zu erholen und um die Schönheiten des Drömlings zu genießen, erklärte Sabine Wieter den Einsatzort.

Vor dem Arbeitseinsatz verteilte Naturpark-Mitarbeiterin Sabine Wieter an die Teilnehmer Trinkflaschen als Dankeschön für das Engagement.

„Kopfraumpflege ist besonders wichtig. Von der Entwicklungsgeschichte her haben die Weiden als Kulturgut eine bestimmte Bedeutung. Früher hat man die Bäume zur Gewinnung von Weidenruten gesteckt, um Kiepen und Körbe zu flechten. Die wurden damals vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt, um Futter für das Vieh zu transportieren“, sagt Naturpark-Mitarbeiter Wolfgang Sender.

Aber auch für viele Tierarten hätten die Bäume eine bestimmte Bedeutung. „Wenn die Weiden ein bestimmtes Alter haben, dann bilden sich Hohlräume, die von vielen Vögeln zur Aufzucht ihrer Jungen, aber auch von vielen Insekten genutzt werden. Und Insekten sind in der Nahrungskette für die Vögel ein wichtiger Faktor“, so Sender.

Alle drei bis fünf Jahre sollten die Weiden beschnitten werden. „Wenn die Bäume älter sind, bekommen sie einen größeren Stammdurchmesser und die Kronen tragen dickere Äste. Werden diese Bäume innerhalb dieser Zeit nicht gepflegt, werden sie kopflastig. Der Wind hat dann im Sommer ein Leichtes, die belaubten Kronen auseinanderzubrechen. Der Baum ist dann in der Regel auch nicht mehr zu retten“ weiß Wolfgang Sender.

Um das zu vermeiden, hatte die Naturparkverwaltung zu diesem Arbeitseinsatz aufgerufen. Bereits eine Stunde vor dem angesagten Arbeitseinsatz waren Mitarbeiter mit schwerer Technik vor Ort und haben die Kronen der Weiden gelichtet. Wolfgang Sender: „Das abgesägte Strauchwerk wird an der Seite abgelegt und später geschreddert. Unsere Aufgabe ist es, die Zweige so zu packen, dass der Verkehr nicht behindert wird und die Landschaftspfleger das Zeug besser häckseln und abfahren können. Dieses Material werden wir für Baumpflanzungen oder für den Wegebau in Kämkerhorst verwenden. Wer will, kann auch Gehölz mit nach Hause nehmen.“

Bis etwa 13 Uhr dauerte der Einsatz. „Wir haben viel geschafft“, fasste Sabine Wieter von der Naturparkverwaltung zusammen.

Die Weidenpflege im Naturpark wird regelmäßig durchgeführt. Besonders die Angehörigen der Lebenshilfe freuen sich immer auf diesen Arbeitseinsatz und gehören schon seit Jahren zu den treuen Helfern der Naturparkverwaltung. Die Naturschützer dagegen revanchieren sich bei Veranstaltungen der Lebenshilfe mit Ausstellungen, Exkursionen, Vorträgen und anderen Aktionen für das Engagement. „Wir laden auch zu Kremserfahrten mit gemütlichem Beisammensein ein. Das ist für die Bewohner immer ein schönes Erlebnis. Die nächste Veranstaltung wird eine Wolfsexkursion sein“, so Sabine Wieter.

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